Jüdisches Museum stellt Konvertiten in den Mittelpunkt

Ab 23. Oktober stellt sich das Jüdische Museum Hohenems in der Sonderausstellung „Treten Sie ein! Treten Sie aus!“ die Frage, warum Menschen ihre Religion wechseln.

Konvertiten, ihre Motive und die Reaktionen ihrer Umwelt sowie der Umgang der Religionsgemeinschaften mit Übergetretenen sind das Thema dieser Ausstellung. Die von Hannes Sulzenbacher und Regina Laudage-Kleeberg kuratierte Schau entstand gemeinsam mit den Jüdischen Museen Frankfurt am Main und München.

„Treten Sie ein! Treten Sie aus! - Warum Menschen ihre Religion wechseln“

Ausstellung im Jüdischen Museum Hohenems, 23. Oktober 2012 bis 24. März 2013.

Di bis So 10.00 bis 17.00 Uhr

Konversionen und Konflikte

Die Beziehung zwischen Religionen ist seit jeher mit Konflikten beladen. Diese manifestieren sich besonders, wenn jemand von einer Religion in eine andere übertritt. Lange Zeit konvertierten Menschen unter Zwang oder sozialem Druck, was besonders für Übertritte vom Judentum zum Christentum gilt. Aber auch heute sind Konversionen nicht konfliktfrei, auch wenn viel von Dialog und Toleranz zwischen den Religionsgemeinschaften die Rede ist.

Die Ausstellung „Treten Sie ein! Treten Sie aus!“ bricht die Debatten auf die persönliche Lebensgeschichte von Konvertiten herunter, erzählt von ihren Hoffnungen und Dramen, quer durch die Geschichte Europas.

Geschichten prominenter Konvertiten

So finden sich in der Schau die Geschichten der Übertritte von Heinrich Heine und Gustav Mahler vom Judentum zum Christentum, die damit antisemitischen Hindernissen aus dem Weg gehen wollten, aber auch jene von Leopold Weiss, der zum Islam konvertierte und als Muhammad Asad ein wichtiger Mittler zwischen den Kulturen wurde. Ebenso finden sich Antworten, warum Menschen heute ihre Religion wechseln. Begleitet wird die Schau von einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm.

APA

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