Papst zu Ehepaaren: Kinder statt Haustiere

Papst Franziskus hat am Montag in einer Predigt vor verheirateten Paaren davor gewarnt, Kinder durch Katzen und Hunde zu ersetzen. Das würde zur „Bitterkeit des Alleinseins“ im Alter führen, so Franziskus weiter.

Der Papst machte diese Bemerkung, als er die tägliche Messe in der Kapelle in seiner Residenz Santa Marta im Vatikan mit 15 Ehepaaren feierte, wie die Nachrichten-Website Religious News Service am Montag berichtete. Er erinnerte die anwesenden Paare, die zwischen 25 und 60 Jahre lang verheiratet sind, daran, dass es für die Aufrechterhaltung einer christlichen Ehe „Treue, Durchhaltevermögen und Fruchtbarkeit“ brauche.

Papst Franziskus

APA/EPA/ANSA/Claudio Peri

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„Kultur des Wohlbefindens“

Heftige Kritik übte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche des weiteren an Paaren, die sich entschieden haben, keine Kinder zu bekommen: Sie seien von einer „Kultur des Wohlbefindens“ beeinflusst, sagte Franziskus in seiner Predigt. Diese lege nahe, dass ein Leben ohne Kinder „besser“ sei.

„Du kannst die Welt erkunden, auf Urlaub gehen, du kannst eine Villa auf dem Land haben, du kannst sorgenlos sein“, sagte der Papst. „Es könnte besser sein - bequemer -, einen Hund zu haben, zwei Katzen, und die Liebe geht zu den zwei Katzen und zu dem Hund. Ist das wahr oder nicht? Habt ihr es gesehen?“, so die Predigt weiter.

Stark sinkende Geburtenrate

„Dann, am Ende, altert diese Ehe in Einsamkeit, mit der Bitterkeit des Alleinseins“, sagte der 77-jährige Franziskus. Den Aussagen des Papstes könnten die Zahlen zur Geburtenrate in Italien der vergangenen Woche zugrunde liegen.

Die Statistikagentur Istat hatte von einem Allzeittief bei den Geburten berichtet, wie es in dem Bericht von Josephine McKenna für Religious News Service heißt. 2013 waren in dem sudeuropäischen Land nur 515.000 Kinder zur Welt gekommen, was einen Rückgang von 64.000 über die letzten fünf Jahre bedeutet.

religion.ORF.at

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