Islam-Ausstellung auf der Schallaburg

Öffentliche Gastvorträge geben im Vorfeld einer Ausstellung über den Islam auf der Schallaburg Einblicke in das Thema und in verschiedene Zugänge zu Kultur und Dialog.

Vom 18. März bis 5. November 2017 wird die Schallaburg die Ausstellung „ISLAM“ präsentieren. Im Fokus der Ausstellung steht das Verhältnis zwischen muslimisch und „westlich abendländisch“ geprägten Kulturen in Österreich. Ausgangspunkt der Ausstellung sind aktuelle Begegnungsräume: Anhand „vertrauter“ Situationen im täglichen Zusammenleben von Menschen werden in acht Kapiteln aktuelle Fragen, historische Hintergründe und unterschiedliche Sichtweisen in den Mittelpunkt gerückt. Sie sollen zu einer vertieften kulturellen Begegnung einladen.

Aussenansicht der Schallaburg

APA/Noe-Pressed.Bernhart

Die Schallaburg steht 2017 im Zeichen der Begegnung mit dem Islam

Kultur im Dialog

Zuvor gibt es Gastvorträge, die öffentlich zugänglich und kostenlos sind. Einer dieser Vorträge ist am Freitag, 17. Februar 2017, um 19.00 Uhr. Er widmet sich dem Thema „Kultur im Dialog! Dialog als Methode in der Kulturvermittlung und Erwachsenenbildung“. Vortragende ist Gundula Avenarius (Kultur im Dialog, Berlin), sie berät und trainiert unter dem Namen Kultur im Dialog Abteilungen der Bildung, Vermittlung und Besucherdienste in Museen und Gedenkstätten mit dem Schwerpunkt dialogische Vermittlung.

Seminare und Fortbildungen im Berufsfeld Kunst- und Kulturvermittlung konzipiert sie seit 2004 regelmäßig u. a. für die Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel, das Goethe-Institut und den Museumsverband Brandenburg. Aktuell entwickelt sie in einem interdisziplinären Team museumspädagogische Zugänge für die Jugendarbeit in Moscheegemeinden. Als selbständige Bildungsreferentin war Avenarius für verschiedene Kulturinstitutionen wie die documenta11, das Deutsche Historische Museum und die Staatlichen Museen zu Berlin tätig. Sie hat Kunstgeschichte, Amerikanistik/Anglistik und Erwachsenenbildung studiert.

Gewalttätiger Extremismus

Der letzte Vortrag der Veranstaltungsreihe findet am Freitag, 10. März 2017, um 19.00 Uhr statt. Moussa Al-Hassan Diaw referiert zum Thema „Politische Salafiyya und gewalttätiger Extremismus“. Er lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Österreich und lehrt an der Pädagogischen Hochschule Linz. Zudem war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Osnabrück.

Diaw ist Vorstandsmitglied der NGO DERAD-Netzwerk sozialer Zusammenhalt, Extremismus-Prävention und Dialog. Seit Anfang Februar 2016 führt der Verein DERAD in österreichischen Justizanstalten Maßnahmen zur Extremismus-Prävention und De-Radikalisierung durch. Er ist Teil des Netzwerkes EUISA und Vernetzt mit dem „Radicalisation Awarness Network“ der Europäischen Kommission „RAN Europe“. Er arbeitet in einem Netzwerk für den muslimisch-jüdischen Dialog in Österreich und Deutschland. Diaw ist Mitgründer von DERAD.org und Derad-Süd Deutschland.

religion.ORF.at/KAP

Link:

  • Zwei Veranstaltungen zu Edith-Stein-Jahr
    Der Karmelitenorden, die Edith-Stein-Gesellschaft und die Katholische Hochschulgemeinde gedenken mit zwei großen Veranstaltungen in Wien zum Thema „Befreite Freiheit“ der Märtyrerin und Europapatronin Edith Stein (1891-1942).
  • Salzburger Festspiele mit spirituellem Auftakt
    Die Salzburger Festspiele (21. Juli bis 30. August) setzen zum Beginn ihres sommerlichen Opern-, Konzert- und Theaterreigens erneut einen religiösen Akzent. Dem Thema Glauben sind einige Veranstaltungen gewidmet.
  • Sommerakademie: Ökumenisches Nachdenken
    Der Garten als religiöses Symbol und die heutige Umweltkrise stehen im Zentrum der diesjährigen Ökumenischen Sommerakademie, die vom 12. bis 14. Juli im Stift Kremsmünster stattfindet.
  • Die Frau, die eine Moschee gründete
    Die deutsche Imamin, Juristin und Frauenrechtlerin Seyran Ates erzählt in ihrem aktuellen Buch „Selam, Frau Imamin“ von ihren Vorstellungen von einem aufgeklärten Islam - und davon, wie sie auf die Idee kam, in Berlin eine Moschee zu gründen.
  • „Agnus Dei“: Ordensfrauen und ein großes Tabu
    Der mehrfach ausgezeichnete Spielfilm „Agnus Dei - Die Unschuldigen“ widmet sich einem Tabuthema: der Geschichte polnischer Ordensfrauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg infolge von Vergewaltigungen schwanger wurden.
  • Lange Nacht der Kirchen: 650 offene Gotteshäuser
    Rund 650 Kirchen in ganz Österreich beteiligen sich heuer am 9. Juni an der Langen Nacht der Kirchen. Dabei können die Besucher zwischen exakt 2.686 Programmpunkten wählen, wie die Veranstalter bekanntgaben.
  • Turiner Grabtuch: Spurensuche in Wien
    „Wer ist der Mann auf dem Turiner Grabtuch?“ Eine Frage, die Besucherinnen und Besucher dieser Tage durch Räumlichkeiten des Erzbischöflichen Palais in Wien begleitet.
  • Kinderbuch soll über Multiple Sklerose aufklären
    „Annas Mama ist super - Multiple Sklerose kindgerecht erklärt“ lautet der Titel eines kleinen, 32-seitigen Kinderbuches, das die Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (CS) anlässlich des Welt-MS-Tag am 31. Mai herausgibt.
  • Evangelisches in drei Wiener Museen
    Drei evangelische Ausstellungen in Wien befassen sich mit Themen rund um die Reformation, Martin Luther und „unterschiedliche Aspekte des Evangelisch-Seins“ in der Gegenwart.
  • Charamsa: Abrechnung mit „homophober“ Kirche
    In seinem Buch „Der erste Stein“ rechnet der ehemalige Vatikan-Prälat Krzysztof Charamsa mit der römisch-katholischen Kirche ab. Dabei teilt er kräftig gegen einen homophoben Klerus aus, auch die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus bleiben nicht verschont.