„Jüdisches Wien erleben“ beim IKG-Tag der offenen Tür

Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien öffnet am Sonntag zum vierten Mal ihre Türen für Besucher, die „das Judentum in seinen verschiedenen Facetten“ kennenlernen können.

Am 10. September wird Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister Führungen durch den mehr als 150 Jahre alten Wiener Stadttempel geben. Weiters kann die Ausstellung „Maria Theresia und die Juden“ besichtigt werden. Fragen zu „Was ist koscher?“ werden ebenso beantwortet wie der Ablauf des jüdischen Jahres mit Festen und Feiertagen, schreibt die IKG in einer Aussendung.

Koschere Kulinarik

Darüber hinaus gibt es ein koscheres Buffet, ein Kaffeehaus, einen Würstelstand und die Möglichkeit, koschere Weine zu verkosten. Informationsstände der Israelitischen Kultusgemeinde und der Besuch der Bibliothek des Jüdischen Museums runden das Programm ab.

Innenansicht des "Wiener Stadttempels" in der Seitenstettengasse 4

APA/Hans Klaus Techt

Der 150 Jahre alte Stadttempel kann am 10. September besichtigt werden

Zwei Konzerte und eine Kunstmesse

Eingeleitet wird der Tag der offenen Tür um 12.30 Uhr mit einem Konzert von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Oberkantor Shmuel Barzilai und dem Wiener Jüdischen Chor unter der Leitung von Roman Grinberg. Ein zweites Konzert gibt der Wiener Philharmoniker Shkelzen Doli mit seinem Ensemble um 15.00 Uhr.

Veranstaltungshinweis

Tag der offenen Tür in der IKG am Sonntag, 10. September 2017, 11.00-17.00 Uhr, Seitenstettengasse 4, 1010 Wien. Einlass ist bis 16.00 Uhr.

Erstmals wird eine Kunstmesse in den Räumen des Simon Wiesental Centers (Wiener Wiesenthal Institut für Holocauststudien, Rabensteig 3, 1010 Wien) veranstaltet. Junge jüdische Künstlerinnen und Künstler wie Andrew Medwinsky, Shira Ehlers, Roi Ringishavili und Jakob Atlas präsentieren ihre Werke, die auch käuflich zu erwerben sein werden.

Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in Wien-Währing

ORF/Brigitte Krautgartner

Der jüdische Friedhof Währing kann anlässlich des Tags der offenen Tür besucht werden

Besuch beim jüdischen Friedhof Währing

Eines der Highlights ist auch heuer wieder der Besuch des Währinger jüdischen Friedhof, der ab seiner Eröffnung 1784 bis in die 1880er Jahre die Hauptbegräbnisstätte der Wiener Jüdischen Gemeinde war, preist die IKG in der Aussendung an. Die Historikerin Tina Walzer wird Führungen vor Ort anbieten. Außerdem wird es einen Shuttle-Service vom Schwedenplatz geben - die Treffpunkte dafür sind um 11.15 Uhr und um 14.00 Uhr am Rabensteig 3, 1010 Wien.

Aus Sicherheitsgründen werden die Besucher gebeten, zu allen Veranstaltungen einen Lichtbildausweis mitzubringen.

religion.ORF.at

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