Raum durch Kunst: Benefizauktion für Hospiz Rennweg

„Hospiz braucht #mehrRaum“ – unter diesem Motto findet am 5. Oktober eine Benefizauktion zugunsten des Hospizes Rennweg der Caritas Socialis statt. Versteigert werden Kunstwerke namhafter Künstlerinnen und Künstler.

Im Rahmen der in Kooperation mit Sotheby’s veranstalteten Auktion am 5. Oktober kommen Kunstwerke 187 von 174 Kunstschaffenden aus 26 Nationen unter den Hammer. Der Gesamterlös kommt dem Umbau des Hospiz Rennweg zugute, dadurch wird schwerkranken Menschen am Ende ihres Lebens mehr Raum geschenkt.

Namhafte Künstler

Michael Schmidt-Ott, Kurator der Benefizauktion, besuchte Künstlerinnen und Künstler in sechs Ländern und sammelte die Werke für die Caritas Socialis zusammen. Unter den Objekten sind Werke von Xenia Hausner, die bereits in Venedig, Peking und New York ausgestellt hat, der dänischen Biennale-Teilnehmerin Kiristine Roepstorff, Art-Basel-Künstler Michael van Ofen, Sophie von Hellermann deren Werke in der Saatchi Gallery gezeigt wurden, Mischa Kuball, der 2016 den Deutschen Lichtkunstpreis gewann und Maik und Dirk Löbbert, Professoren an der Kunstakademie Münster.

Josef Fischnaller (Österreich): Space Lilien. 2015, C-Print auf AluDibond hinter Acryl, 120x90, Rufpreis: 6.300 0€

Michael Schmidt-Ott

Josef Fischnaller (Österreich): Space Lilien, 2015

Für die Versteigerung haben sie Gemälde, Fotografien, Skulpturen und grafische Arbeiten mit einem Gesamt-Galeriewert von mehr als 550.000 Euro gespendet. Die Spanne der Rufpreise liegt bei 111 bis 8.000 Euro. Schon vor dem Auktionsabend ein Bild machen kann man sich vorab in einer Ausstellung, auf Wunsch mit einer Führung von Kurator Schmidt-Ott.

Geld für Umbau

„In diesem Jahr haben wir eine ganz besondere Herausforderung zu meistern: Das CS Hospiz Rennweg wird umgebaut“, so Christine Schäfer, Vorstandsvorsitzende CS Caritas Socialis. Es werden Familien- und Einzelzimmer statt Zweibettzimmer entstehen, Übernachtungsmöglichkeiten für Angehörige, ein zweiter Verabschiedungsraum, ein Wohlfühlbad und vieles mehr. „Jedes ersteigerte Kunstwerk schenkt somit gleichzeitig mehr Raum für schwerkranke Menschen am Lebensende im CS Hospiz Rennweg“, so Schäfer.

Veranstaltungshinweis

Ausstellung am 5. Oktober im Novomatic Forum in Wien (Friedrichstraße 7, 1010 Wien), jeweils von 10.00 bis 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Versteigerung am 5. Oktober ab 19.00 Uhr im Novomatic Forum, Kurator ist Michael Schmidt-Ott. Die Versteigerung wird von Auktionatorin Andrea Jungmann (Sotheby’s) durchgeführt.

Ein würdevolles, angst- und schmerzfreies sowie liebevoll begleitetes Sterben als etwas, „das ich mir selbst wünschen würde. In unserer heutigen Zeit ist jedoch Einsamkeit im Alter traurige Realität. Ich hoffe, dass die Erlöse dieser Benefizauktion etwas dazu beitragen, daran etwas zum Positiven hin zu verändern“, wird Markus Vater, teilnehmender Künstler aus London, zitiert.

„Betrachtet man die Kunst nur von der wirtschaftlichen Seite, vergisst man all zu schnell den Kern der eigentlichen Sache: Kunst ist dafür da, der Gesellschaft etwas zurückzugeben – in Form von Kreativität, in Form von Bildern, in Form von Gedanken“, so der Künstler Benjamin Burkard.

Karolina Maskiewicz (USA): surfero-wien. 2017, Holz, Holz-Furnier, rostfreier Stahl bemalt, Blattgold, 74x30x23, Rufpreis: 1.150 €

Michael Schmidt-Ott

Karolina Maskiewicz (USA): surfero-wien, 2017

Abschied in Würde und Geborgenheit

„Die Resonanz der KünstlerInnen auf dieses Projekt war überwältigend positiv. Ich freue mich, dass die Versteigerung der großzügigen Werkspenden einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird, Schwerkranken einen Abschied in Würde und Geborgenheit zu ermöglichen“, schreibt Kurator Schmidt-Ott, Kurator der Benefizauktion, in einer Aussendung. Nebst Geboten am 5. Oktober direkt vor Ort können auch schriftliche Gebote und Gebote per E-Mail abgegeben werden, ebenso kann telefonisch mitgesteigert werden.

Das CS Hospiz Rennweg betreut mit Beratungsstelle, mobilem Palliativteam, Palliativstation, Begleitung in der Trauer und anderen Einrichtungen seit mehr als 20 Jahren schwerstkranke Menschen mit weit fortgeschrittener, unheilbarer Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung. Seit der Gründung 1995 wuchs die Betreuung stetig, so die CS: „Die Zahl der jährlich betreuten Hospizgäste hat sich mehr als verdoppelt. Nun ist es Zeit, auch räumlich zu wachsen.“

religion.ORF.at

Links:

  • Das Judentum, mit Witz erklärt
    Paul Chaim Eisenberg beschreibt in seinem Buch „Auf das Leben! Witz und Weisheit eines Oberrabbiners“, was es braucht, um ein guter Rabbiner zu sein: Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis und vor allem Humor.
  • Ausstellung „Ein fremder Gott“ mit Lesung
    Die österreichisch-iranische Künstlerin Mitra Shahmoradi liest anlässlich ihrer Ausstellung mit dem Titel „Ein Fremder Gott“ gemeinsam mit dem katholischen Geistlichen Helmut Schüller aus ihren literarischen Werken.
  • 95 Thesen: Rauminstallation in der Gustav-Adolf-Kirche
    Martin Luthers 95 Thesen: Jede und jeder hat schon von ihnen gehört, doch den Inhalt kennt fast niemand. Eine Rauminstallation in einer Wiener evangelischen Kirche macht sich auf die Spur.
  • Buddhisten informieren über ihre Praxis
    Am Sonntag laden Österreichs Buddhisten von 10.00 bis 16.00 Uhr in ihre Tempel ein. Fragen wie: Was ist Buddhismus wirklich? Was bedeutet Meditation im Buddhismus? Wie lebt man als Buddhistin oder Buddhist in Österreich? sollen beantwortet werden.
  • „Bible Wear“: Mode in biblischer Zeit
    Mit dem Gewand in biblischer Zeit beschäftigt sich die dritte Sonderausstellung „Bible Wear - Mode in biblischer Zeit“ der Bibelwelt Salzburg. Sie wird im Rahmen der Langen Nacht der Museen am Samstag eröffnet.
  • Kinderbuch: Franz, der verhinderte Ritter
    Für seine kindgerechte Darstellung der Papst-Enzyklika „Laudato si“ hat sich Papst Franziskus beim Autor Hubert Gaisbauer bedankt. In seinem neuen Bilderbuch setzt sich Gaisbauer mit einem Superstar des Christentums auseinander: Franz von Assisi.
  • „Wegzeichen“ und Erinnerungen von Bischof Iby
    Der emeritierte Bischof Paul Iby blickt mit einem Memoirenband anlässlich seines 25. Bischofsjubiläums auf sein Leben im Dienst der Diözese Eisenstadt zurück.
  • „Der Muslim und die Jüdin“: Geschichte einer Rettung
    1941 nimmt der muslimische Arzt Mohammed Helmy das jüdische Mädchen Anna bei sich in der Arztpraxis auf und bewahrt sie so vor der Deportation durch die Nazis. Diese Geschichte erzählt ein neues Buch.
  • Interreligiöse Weisheiten für 2018
    Zum 15. Mal erscheint ein interkonfessioneller Kalender mit Texten der Bahai, der buddhistischen, christlichen, islamischen und jüdischen Tradition sowie Weisheiten von Dichtern und Philosophen.
  • Festival Musica Sacra beginnt mit Händel
    Im Dom zu St. Pölten wird am Sonntag das diesjährige Kirchenmusikfestival Musica Sacra eröffnet: Georg Friedrich Händels Oratorium „Alexander’s Feast“ gelangt unter der Leitung von Domkapellmeister Otto Kargl zur Aufführung.