Graz: Caritas lädt zu Open House in Notschlafstellen

Seit 25 Jahren öffnet die Caritas in Graz obdachlosen Männern, Frauen und Kindern die Türen der „Arche 38“ und der Notschlafstelle „FranzisCa“ (vormals Haus Elisabeth).

Aus diesem Anlass lädt die Caritas am Donnerstag von 12.00 bis 16.00 Uhr alle Interessierten zu einem Open House in die beiden Einrichtungen. Ausstellungen illustrieren dort die Geschichte von den Anfängen in der Bahnhofsmission bis heute, Führungen geben einen Einblick in den Alltag. In „Wahrnehmungsräumen“ können Besucher die Situation obdachloser Menschen auf sinnliche Weise selbst erfahren, kündigte die Caritas an.

365 Tage im Jahr geöffnet

Die Gründe, weshalb Menschen in der Steiermark ihre Wohnung verlieren, seien vielfältig, heißt es weiter: plötzliche Delogierung, Trennung, Jobverlust. Betroffene, die sonst auf der Straße schlafen müssten, finden in den Notschlafstellen der Caritas Unterschlupf und Beratung. 365 Tage im Jahr sind die beiden Häuser für Menschen in Krisensituationen geöffnet - auch zu Weihnachten und zu Silvester, wie die Caritas mitteilte.

Spendenhinweis

Caritas-Graz-Spendenkonto IBAN: AT34 6000 0000 0792 5700, Verwendungszweck: „eine gute Nacht“

„Die ‚Arche 38‘ hat nie Urlaub und nie zu“, betonte ihr Leiter Stefan Bottler-Hofer. „Schließlich nimmt auch die Armut keine Rücksicht auf Feiertage und Wochenenden.“ Die Arche 38 bietet 30 Schlafplätze, ein bescheidenes Abendessen und ein kleines Frühstück, dazu Duschen und die Möglichkeit zum Wäschewaschen.

Zuflucht für Frauen und Kinder

In der „FranzisCa“-Notschlafstelle gibt es Platz für 20 Frauen und ihre Kinder. Sie suchen Zuflucht vor aussichtslos scheinenden Situationen, oft nach plötzlichen Trennungen, manchmal ist Gewalt im Spiel, berichtete Leiterin Carmen Brugger.

Erstes Ziel beider Einrichtungen ist es, die Grundbedürfnisse ihrer Gäste abzudecken. Darüber hinaus bieten die Teams um Bottler-Hofer und Brugger Beratung sowie Hilfestellung bei Kontakten zu Behörden und Ämtern: „Denn langfristig sollen die Menschen wieder auf eigenen Beinen stehen.“

religion.ORF.at/KAP

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