Festival der Jüdischen Kultur: 70 Jahre Israel

Das diesjährige Festival der Jüdischen Kultur von 27. Mai bis 17. Juni in Wien steht ganz im Zeichen der Gründung des Staates Israel vor 70 Jahren und bringt Weltstars wie Ester Rada nach Wien.

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Oskar Deutsch, weist im Programmfolder darauf hin, dass Israel im Lauf der Jahre zahlreiche Einwanderungswellen erlebt und Menschen aus verschiedensten Ländern integriert habe. „Das ist wohl mit ein Grund dafür, dass wir in diesem Land eine in seiner Vielfalt und Kreativität einzigartige Kulturszene finden.“

Die israelische Sängerin Ester Rada

IKG-Kultur

Die israelische Soul- und Jazz-Sängerin Ester Rada gibt das Abschlusskonzert des Jüdischen Kulturfestivals.

Dem Team der „IKG.KULTUR“ sei es gelungen, für das Festival 2018 so großartige Künstler wie das Jazz-Trio „Shalosh“, das aus Puppen bestehende Rockquartett „Bubamyses“ oder die Soulsängerin Ester Rada von Israel nach Wien zu bringen, so Deutsch. Ester Rada tritt am 17. Juni im Musikverein auf und bildet mit ihrer Band die Abschlussveranstaltung zum diesjährigen Festival.

Judentum im Mittelpunkt

Die Vizepräsidentin der IKG und Vorsitzende der Kulturkommission, Claudia Prutscher, sagte im Interview mit Ö1, die israelische Musik sei sehr vielfältig - siehe Song-Contest. Mehr typisch israelisch sei aber etwa das modern-orthodoxe Paar „Yonina“, das modern aufbereitete religiöse Lieder in Englisch und Hebräisch singt.

Veranstaltungshinweis

Jüdisches Kulturfestival, 27.5.2018 bis 17.6.2018

Das Programm sieht neben Konzerten auch die Ausstellung „70 Jahre Israel: Von der Pioniergesellschaft zur Startup-Nation“ vor: Die Staatsgründung wird darin anhand von zahlreichen Fotografien, Abbildungen und individuellen Erzählungen aus Sicht seiner Bürger nachgezeichnet. „Die Erfahrungen von Juden aus aller Welt, die vor Hass und Angst flohen, um in Freiheit in einem jüdischen Staat zu leben, stehen im Mittelpunkt.“

Ben Gurion begrüßt Einwanderer aus dem Irak

Beit Hatfutsot Museum, Tel Aviv

Aus der Ausstellung „70 Jahre Israel: Von der Pioniergesellschaft zur Startup-Nation“: Ben Gurion begrüßt irakische Einwanderer in den 1950er Jahren.

Sendungshinweis

Lebenskunst. Begegnungen am Sonntagmorgen, 27,5,2018, 7.05, Ö1.

Theater und Straßenfest

Theodor Herzl steht im Fokus einer szenischen Lesung am 7. und 8. Juni im Theater Nestroyhof-Hamakom. Liora Egers „Theodor Herzl - was daraus wurde“ wird inszeniert von Markus Kupferblum, Akteure sind Erwin Steinhauer und Katharina Stemberger.

Ein Straßenfest am Judenplatz am Sonntag, 10. Juni, von 15.00 bis 20.00 Uhr, bei dem sich über 40 Vereine und Institutionen präsentieren werden, bildet einen weiteren Höhepunkt des Festivals. Interessierte können auch Fragen zum Judentum stellen, die „gerne beantwortet werden“, so Prutscher. Angekündigt sind Verkaufsstände, koschere kulinarische Vielfalt (inklusive Eis) und Livemusik von Bands aus Israel. Durch das Programm führt die Filmemacherin Mirjam Unger. Der Eintritt ist frei, die Veranstalter bitten Besucher, einen Lichtbildausweis mitzunehmen.

religion.ORF.at/KAP

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