Palmsonntag - Beginn der Karwoche Kirchschläger: Würdigungen6 Pixel Hintergrund 75 75 214.jpg (4854 Byte)Bischöfe bei Frühjahrstagung Paul Celan:
Vatikan-News Sieben Jahre nach dem Inferno – Davidianer bauen ihre Kirche wieder auf

News vom 13. 04. 2000

 

 

 

 

 

 

 

 

Paul Celan: "Unverloren. Trotz allem."

Er gilt heute als bedeutendster deutschsprachiger Lyriker der Nachkriegszeit – Paul Celan. Leben und Werk des Dichters standen nun zwei Tage lang im Mittelpunkt eines Symposiums im Wiener RadioKulturhaus. Referenten aus Israel, den USA, Kanada, Deutschland und Österreich brachten dabei neue Forschungserkenntnisse zur Sprache. Zu Wort kamen aber auch Menschen, die Paul Celan ein Stück seines Lebensweges begleitet haben: Milo Dor, der über "Begegnungen mit Celan in Wien 1947/48" berichtete und Ilana Shmueli, die über ihre Freundschaft mit Paul Celan erzählte.

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Das wohl bekannteste literarische Vermächtnis von Paul Celan ist die "Todesfuge", ein Mahnmal des Holocaust. Weite Verbreitung haben aber auch seine Lyrikbände "Mohn und Gedächtnis" (1952), "Von Schwelle zu Schwelle" (1955) und "Sprachgitter" (1959) gefunden. Weitere bekannte Werke sind die Gedichtbände "Die Niemandsrose" (1963), "Atemwende" (1967) und "Fadensonnen" (1968) sowie die nach Celans Tod erschienen Werke "Lichtzwang" (1970), "Schneepart" (1971) und "Zeitgehöft" (1976).

 

Paul Celan: Kurzbiographie
Paul Celan wurde am 23. November 1920 in Czernowitz (Ukraine) als Paul Antschel geboren. Dort besuchte er deutsche, hebräische und rumänische Schulen. 1939 begann er ein Romanistik- und Russischstudium. 1941 wurde Czernowitz von der SS eingenommen. Nach der Errichtung eines Ghettos mußte Celan Zwangsarbeit verrichten. 1942 wurden Paul Celans Eltern deportiert. Im Herbst 1942 starb sein Vater. Im Winter starb seine Mutter im Konzentrationslager Michailowka. Celan selbst wurde 1944 Arzthelfer in der Psychiatrischen Klinik von Czernowitz. 1945 übersiedelte er nach Bukarest.

In der rumänischen Hauptstadt arbeitete Paul Celan als Verlagslektor und Übersetzer. 1947 veröffentlichte die "Todesfuge", der er bereits zwei Jahre zuvor geschrieben hatte. Im Dezember 1947 floh er aus Bukarest nach Wien. Hier traf er u.a. mit Ingeborg Bachmann und Milo Dor zusammen. Im Juli 1948 übersiedelte Celan nach Paris. Dort studierte er Germanistik und Sprachwissenschaft. 1956: Literaturpreis der Deutschen Industrie. 1958: Bremer Literaturpreis. Ab 1959 arbeitete er als Deutschlehrer an der Ecole Normale Superieure. 1960: Georg-Büchner-Preis. In den sechziger Jahren: Aufenthalte in einer psychiatrischen Klinik in Paris. Im Oktober 1969 reiste Celan nach Israel. Im März 1970: Leserreise nach Stuttgart, Tübingen und Freiburg im Breisgau.

Ende April 1970 setzte Paul Celan seinem Leben ein Ende – "Freitod in der Seine". Der hoch sensible Künstler litt unter dem unerträglichen Druck der "drastischen Schuld der Verschonten".

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Palmsonntag – Beginn der Karwoche

Zeit der Besinnung, Zeit des Gedenkens, Zeit der Bräuche: Viele der christlichen Traditionen, die an diesen Tagen lebendig gehalten werden, gehen auf uralte Bräuche zurück.

Mit dem Palmsonntag bricht die Karwoche an. Jene Woche also, die auch den Abschluß der Fastenzeit bildet. Der Palmsonntag selbst soll an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern. Erstmals um das Jahr 400 soll dieser Einzug von Christen "nachgestaltet" worden sein – mit einer feierlichen Prozession vom Ölberg in die Stadt Jerusalem. Spätere Berichte belegen die Durchführung einer Palmprozession in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Im 11./12. Jahrhundert sollen auch in Rom Umzüge im Gedenken an den Einzug Jesu in Jerusalem abgehalten worden sein.

Bereits auf die Mitte des achten Jahrhunderts geht der Brauch zurück, Palmzweige zu segnen. Als Zeichen des Lebens und der Hoffnung galten diese Zweige in der Antike. In Österreich, wo Palmen eher selten anzutreffen sind, hat man diesen Brauch aufgegriffen und modifiziert: In unseren Breiten werden am Palmsonntag Weidenzweige, auch "Palmkätzchen" genannt, gesegnet. Als "Palmweihe" wird das Ereignis bezeichnet.

In der Liturgie des Palmsonntags finden zwei Aspekte besondere Beachtung: das Gedächtnis an den Einzug Jesu und das Gedenken seines Leidens.

 

Am Gründonnerstag feierte Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern und wusch ihnen die Füße. Seit dem 4. Jahrhundert wird der Tag
von christlichen Kirchen mit einem Abendgottesdienst gefeiert.

Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung Jesu. In der evangelischen Kirche gilt er als der höchste Feiertag und ist mit strenger Buße verbunden.
Die Katholiken begehen ihn als Fastentag. Nachmittags werden in Gottesdiensten die Stationen des Kreuzwegs Jesu nachvollzogen. Karsamstag
ist der Gedächtnistag der Grabesruhe.

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Bischöfe bei Frühjahrstreffen

Die aktuelle Lage von Kirche und Gesellschaft in Österreich, das Heilige Jahr, der "Dialog für Österreich" und die Konsequenzen der "großen Vergebungsbitte" des Papstes, das waren die zentralen Themen der diesjährigen Frühjahrssession der österreichischen Bischöfe.

Am Dienstag waren die katholischen Bischöfe Österreichs zu ihren dreitägigen Beratungen im Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg in Oberösterreich zusammengetroffen.

Das Eröffnungsreferat des Grazer Diözesanbischofs Johann Weber beschäftigte sich mit dem "Vertrauensverlust" viele Menschen. Das Vertrauen in die Kirche sei in der heutigen "Welt der Postmoderne weithin erschüttert," so der Grazer Diözesanbischof, "der Eindruck einer Kirche, die mir vorschreibt, was für mich gut ist, ja was ich denken darf, löst alles Mögliche aus, nur keinen Gehorsam". "Ohne Vertrauen" aber, so Weber, sei eine "kirchliche Beheimatung" nicht möglich.

Kritische Worte fand Johann Weber auch zum Stellenwert der bischöflichen Beratungen. Möglicherweise sei ein bedeutender Teil der Beratungen der Bischöfe "für die Menschen von heute uninteressant und unerheblich" und werde deshalb nicht weiter beachtet. Darüber hinaus sei die Frage zu stellen, ob die Kirche "nicht zu schnell Antworten auf nicht gestellte Fragen" gebe.

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Romero: Untersuchung gefordert

Die katholische Kirche El Salvadors hat 20 Jahre nach der Ermordung von Erzbischof Oscar Arnulfo Romero eine genaue Untersuchung des Verbrechens gefordert. Der Weihbischof von San Salvador, Gregorio Rosa Chavez, stellte am Sonntag, dem 2. April, jedoch klar, dass es der Kirche nicht um Rache, sondern um Versöhnung gehe.

Romero war am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes von einem Killer der ultrarechten Todesschwadronen getötet worden. Er hatte die soziale Ungleichheit und die Unterdrückung durch das Militärregime in El Salvador angeprangert. Auch die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hatte eine neue Untersuchung der Erschießung Romeros gefordert.

Die CIDH und die katholische Kirche verlangen auch, dass der gewaltsame Tod von sechs Jesuitenpriestern und zwei Frauen vor mehr als zehn Jahren noch einmal aufgerollt wird. Nur so könne eine Kultur des Friedens in Gerechtigkeit entstehen, sagte Weihbischof Rosa Chavez. (Quelle: APA/AFP)

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Letztes Update dieser Seite am  11.07.2006 um 09:40 von Marcus Marschalek &Elisabeth  Kluge

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