![]() |
![]() ![]() |
![]() |
|
![]() |
![]() |
||
News vom 13. 04. 2000
|
Paul Celan: "Unverloren. Trotz allem." Er gilt heute als bedeutendster deutschsprachiger Lyriker der Nachkriegszeit Paul Celan. Leben und Werk des Dichters standen nun zwei Tage lang im Mittelpunkt eines Symposiums im Wiener RadioKulturhaus. Referenten aus Israel, den USA, Kanada, Deutschland und Österreich brachten dabei neue Forschungserkenntnisse zur Sprache. Zu Wort kamen aber auch Menschen, die Paul Celan ein Stück seines Lebensweges begleitet haben: Milo Dor, der über "Begegnungen mit Celan in Wien 1947/48" berichtete und Ilana Shmueli, die über ihre Freundschaft mit Paul Celan erzählte. Surftip: Die Paul Celan Homepage Das wohl bekannteste literarische Vermächtnis von Paul Celan ist die "Todesfuge", ein Mahnmal des Holocaust. Weite Verbreitung haben aber auch seine Lyrikbände "Mohn und Gedächtnis" (1952), "Von Schwelle zu Schwelle" (1955) und "Sprachgitter" (1959) gefunden. Weitere bekannte Werke sind die Gedichtbände "Die Niemandsrose" (1963), "Atemwende" (1967) und "Fadensonnen" (1968) sowie die nach Celans Tod erschienen Werke "Lichtzwang" (1970), "Schneepart" (1971) und "Zeitgehöft" (1976).
Palmsonntag Beginn der Karwoche Zeit der Besinnung, Zeit des Gedenkens, Zeit der Bräuche: Viele der christlichen Traditionen, die an diesen Tagen lebendig gehalten werden, gehen auf uralte Bräuche zurück. Mit dem Palmsonntag bricht die Karwoche an. Jene Woche also, die auch den Abschluß der Fastenzeit bildet. Der Palmsonntag selbst soll an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern. Erstmals um das Jahr 400 soll dieser Einzug von Christen "nachgestaltet" worden sein mit einer feierlichen Prozession vom Ölberg in die Stadt Jerusalem. Spätere Berichte belegen die Durchführung einer Palmprozession in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Im 11./12. Jahrhundert sollen auch in Rom Umzüge im Gedenken an den Einzug Jesu in Jerusalem abgehalten worden sein. Bereits auf die Mitte des achten Jahrhunderts geht der Brauch zurück, Palmzweige zu segnen. Als Zeichen des Lebens und der Hoffnung galten diese Zweige in der Antike. In Österreich, wo Palmen eher selten anzutreffen sind, hat man diesen Brauch aufgegriffen und modifiziert: In unseren Breiten werden am Palmsonntag Weidenzweige, auch "Palmkätzchen" genannt, gesegnet. Als "Palmweihe" wird das Ereignis bezeichnet. In der Liturgie des Palmsonntags finden zwei Aspekte besondere Beachtung: das Gedächtnis an den Einzug Jesu und das Gedenken seines Leidens.
Am Gründonnerstag feierte Jesus das letzte Abendmahl mit seinen
Jüngern und wusch ihnen die Füße. Seit dem 4. Jahrhundert wird der Tag
Die aktuelle Lage von Kirche und Gesellschaft in Österreich, das Heilige Jahr, der "Dialog für Österreich" und die Konsequenzen der "großen Vergebungsbitte" des Papstes, das waren die zentralen Themen der diesjährigen Frühjahrssession der österreichischen Bischöfe. Am Dienstag waren die katholischen Bischöfe Österreichs zu ihren dreitägigen Beratungen im Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg in Oberösterreich zusammengetroffen. Das Eröffnungsreferat des Grazer Diözesanbischofs Johann Weber beschäftigte sich mit dem "Vertrauensverlust" viele Menschen. Das Vertrauen in die Kirche sei in der heutigen "Welt der Postmoderne weithin erschüttert," so der Grazer Diözesanbischof, "der Eindruck einer Kirche, die mir vorschreibt, was für mich gut ist, ja was ich denken darf, löst alles Mögliche aus, nur keinen Gehorsam". "Ohne Vertrauen" aber, so Weber, sei eine "kirchliche Beheimatung" nicht möglich. Kritische Worte fand Johann Weber auch zum Stellenwert der bischöflichen Beratungen. Möglicherweise sei ein bedeutender Teil der Beratungen der Bischöfe "für die Menschen von heute uninteressant und unerheblich" und werde deshalb nicht weiter beachtet. Darüber hinaus sei die Frage zu stellen, ob die Kirche "nicht zu schnell Antworten auf nicht gestellte Fragen" gebe.
Romero: Untersuchung gefordert Die katholische Kirche El Salvadors hat 20 Jahre nach der Ermordung von Erzbischof Oscar Arnulfo Romero eine genaue Untersuchung des Verbrechens gefordert. Der Weihbischof von San Salvador, Gregorio Rosa Chavez, stellte am Sonntag, dem 2. April, jedoch klar, dass es der Kirche nicht um Rache, sondern um Versöhnung gehe. Romero war am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes von einem Killer der ultrarechten Todesschwadronen getötet worden. Er hatte die soziale Ungleichheit und die Unterdrückung durch das Militärregime in El Salvador angeprangert. Auch die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) hatte eine neue Untersuchung der Erschießung Romeros gefordert. Die CIDH und die katholische Kirche verlangen auch, dass der gewaltsame Tod von sechs Jesuitenpriestern und zwei Frauen vor mehr als zehn Jahren noch einmal aufgerollt wird. Nur so könne eine Kultur des Friedens in Gerechtigkeit entstehen, sagte Weihbischof Rosa Chavez. (Quelle: APA/AFP)
|
Letztes Update dieser Seite am 11.07.2006 um 09:40 von Marcus Marschalek &Elisabeth Kluge