| Streit um Radio Vatikan soll
bis Ende April beigelegt werden
Regierungschef Amato will, dass der Streit um die elektromagnetischen Emissionen des Papst-Senders auf Verhandlungsweg gelöst werden. Der Streit um die elektromagnetischen Emissionen von Radio Vatikan soll nun auf dem Verhandlungsweg beigelegt werden. Italiens Ministerpräsident Giuliano Amato zog nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch die von Umweltminister Willer Bordon angeordnete Stromsperre gegen die vatikanischen Sendeanlagen in Santa Maria di Galeria bei Rom zurück. Bilaterale Kommission soll Lösung finden Die bilaterale Kommission aus Vertretern Italiens und des Vatikans solle bis Ende April eine einvernehmliche Lösung finden, heißt es in einem Kommunique des Ministerpräsidenten. Programmdirektor Federico Lombardi von Radio Vatikan begrüßte Vorschlag. Radio Vatikan mit Amatos Machtwort zufrieden Die Entscheidung Amatos schaffe Klarheit und bringe das Thema auf die zuständige Ebene der bilateralen Kommission, sagte der Programmchef von Radio Vatikan. Sein Sender werde die bereits angekündigten Schritte einhalten und ab Montag die Sendezeiten der Mittelwellenfrequenz 1.530 KHz halbieren, sicherte er zu. Stramabstellung war bereits eingeleitet Wegen des Überschreitens der italienischen Höchstwerte im Bereich der elektromagnetischen Wellen hatte Bordon zuvor dem Sender mit dem Abstellen des Stroms gedroht und bereits die erforderliche Prozedur eingeleitet. Gesetzliche Grenzwerte müssen respektiert werden Umweltminister Bordon bestritt Spannungen mit Amato. "Die Regierung ist in der Forderung geschlossen, dass ein Gesetz des italienischen Staates, das die elektromagnetischen Emissionen regelt, respektiert werden muss", betonte Bordon. Normen um das Siebenfache überschritten Die gemessenen Werte überschritten die für Wohngebiete geltenden italienischen Normen um das siebenfache, sagte der Minister. Daher sei nach einer Häufung von Leukämiefällen notwendig, Initiativen gegen Radio Vatikan zu ergreifen. Kritik der Bürgerverbände Die Initiative des Ministerpräsidenten löste heftige Kritik der Bürgerverbände aus, die für den Abbau der Sendeanlagen von Radio Vatikan plädieren. "Für Amato sind die diplomatischen Beziehungen zum Heiligen Stuhl wichtiger als die Gesundheit der Bürger und die Einhaltung der italienischen Gesetze", kritisierte Paolo Aquilante, Sprecher des Verbands. Rutelli erklärt sich solidarisch Mit ihm erklärte sich der Spitzenkandidat der Regierungskoalition, Francesco Rutelli, solidarisch. "Die Vorschriften zur Regelung der elektromagnetischen Emissionen müssen von allen Sendeanlagen eingehalten werden", sagte Rutelli.
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Letztes Update dieser Seite am 11.07.2006 um 09:50 |