„Praxis Spezial“ zum Zweiten Vatikanischen Konzil

Die Ö 1-Sendung „Praxis-Spezial“ - Mittwoch um 16:00 - beleuchtet die Auswirkungen des Zweiten Vatikanischen Konzils unter anderem anhand der Veränderungen in der Musik.

In vielen katholischen Kirchen ist als Folge des Konzils zuerst einmal heftig umgebaut worden: Der „Volksaltar“ sollte näher an die Gläubigen gerückt werden. Der Gottesdienst in deutscher Sprache ist eingeführt worden, sogenannte Basisgemeinden - in denen Laien wie Priester gemeinsam in den Pfarren wirken - sind aufgeblüht. Andere freilich vermissen liebgewonnene alte Traditionen und Riten.

Gläubige sollen am Gottesdienst „tätig teilnehmen“, wie es im katholischen Kirchendeutsch heißt. Und auch das ist eine Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Liturgiereform. Welche Auswirkungen das auf die Kirchenmusik hatte und hat, geht Martin Gross in dieser „Praxis-Spezial“ auf die Spur.

Altbischof Kardinal Franz König im Gebet

APA/Roland Schlager

Kardinal Franz König im Jahr 2003

Wissen in rund 2.000 Schachteln

Der legendäre österreichische Kardinal Franz König hatte das Zweite Vatikanische Konzil maßgebend vorbereitet und daran teilgenommen. 37 Archivkartons umfassen allein seine Unterlagen dazu. Aufgearbeitet werden die Dokumente und Schriften von der Historikerin und langjährigen Leiterin des Diözesanarchivs und Büroleiterin des 2004 verstorbenen Kardinals, Annemarie Fenzl, die nun das Kardinal-König-Archiv leitet.

Praxis-Spezial

zum Zweiten Vatikanischen Konzil: Mittwoch, 10. Oktober 16.00 Uhr auf Ö1 und zum Nachhören unter 7 Tage Ö1

Die Dokumente des Archivs würden Kardinal König als einen Mann ausweisen, „der auch beim Konzil versucht hat, den Weg einer dynamischen Mitte zu gehen und die beiden damals schon sich abzeichnenden auseinanderdriftenden Richtungen zusammenzuhalten, wenn auch nicht um jeden Preis“, sagt Fenzl. - Gestaltung: Wolfgang Slapansky

Der Blick von außen

Die Erklärung „Nostra Aetate - In unserer Zeit“ hatte im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils für viel Aufsehen gesorgt. Mit diesem Text hat die katholische Kirche ihr Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen neu definiert und damit den Weg für den interreligiösen Dialog geöffnet. Wie bewerten Vertreter anderer Religionen heute das Vaticanum II? - Gestaltung: Andreas Mittendorfer

Moderation: Roberto Talotta