Schönborn, Liessmann und Lütz über Europa

Themen: Der Armenpriester Andreas Knapp, Podiumsdiskussion über die Zukunft des Christentums in Europa; Bibelessay von Mirja Kutzer

Mitten im Leben – Der Armenpriester Andreas Knapp

Er wohnt in einem Plattenbau in Leipzig und arbeitete als Packer am Fließband in einem Versandbetrieb. Jetzt widmet er sich ganz der Gefängnisseelsorge und der Flüchtlingsarbeit. Und schreibt, darunter auch Gedichte. Andreas Knapp - ein katholischer Priester.

Buchhinweis:
Andreas Knapp, „Gedichte auf Leben und Tod“, Echter Verlag

Er gab seine Kariere und seinen sicheren Posten innerhalb der Kirche auf, um sich für ein „Leben mitten in dieser Welt“ zu entscheiden, einer Plattenbausiedlung, umgeben von Armut und Atheismus. In der sonst so trostlosen Siedlung sind es vor allem auch die Begegnungen mit Flüchtlingen, viele von ihnen sind Syrer, einige Christen, die zu den außergewöhnlichen Momenten zählen. Begegnungen mit Menschen, die teilweise Aramäisch, die Sprache Jesu, sprechen - und die unendlich viel Leid erlebt haben.

Sein Lebensmotto ist: „Gott in allen Dingen suchen und mich von ihm in allem finden lassen“. – Gestaltung: Maria Harmer

Europa und der Kern des Christlichen – Schönborn, Liessmann und Lütz im Gespräch

Es war ein nicht alltägliches Diskussionspodium in der Wiener Konzilsgedächtniskirche - mit dem Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, dem Philosophen Konrad Paul Liessmann und dem deutschen katholischen Theologen, Psychiater und Erfolgsautor Manfred Lütz.

Lebenskunst
Donnerstag, 10.5.2018, 7.05 Uhr, Ö1

Es ging darum zu erörtern, ob denn das Christentum noch als Fundament für ein zukünftiges Europa taugen kann. Eine Begegnung mit vielen launigen und tiefsinnigen Momenten kurz bevor Österreich am 1. Juli den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernimmt. – Gestaltung: Martin Gross

Himmelfahrt! – Bibelessay zu Apostelgeschichte 1, 1 - 11

Der Evangelist Lukas beginnt die von ihm wohl um das Jahr 60 verfasste „Apostelgeschichte“ – eine der wichtigsten Quellen für die Erforschung des Urchristentums - dort, wo er seinen Evangelientext beendet hat: bei der „Himmelfahrt“ Jesu Christi. Diese ersten Verse der Apostelgeschichte sind am Fest Christi Himmelfahrt für die römisch-katholische Liturgie vorgesehen. Dazu Gedanken der katholischen Theologin und Germanistin Mirja Kutzer, - sie ist Professorin für Systematische Theologie an der Universität Kassel.

Bibelessay zu Apostelgeschichte 1, 1 – 11

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 10.5.2018 zum Nachhören: