Amazonien – Bedrohtes Leben am wasserreichsten Fluss der Welt

Von A wie Abholzung bis Z wie Zwangsprostitution – die Probleme im Amazonasgebiet sind vielfältig und auf komplexe Weise miteinander verwoben.

In Peru etwa führt die Erdölförderung zu massiven Verschmutzungen des Flusses, in Kolumbien beklagt man Überfischung und Austrocknungserscheinungen. Mit anderen Worten: Ein sensibles und jahrtausendelang intaktes Ökosystem droht durch den Einfluss des Menschen zu kippen. Die Lebenswelten der indigenen Bevölkerung, die den Regenwald seit zahllosen Generationen auf nachhaltige Art und Weise bewirtschaftet, geraten in Bedrohung bzw. werden zerstört.

Praxis Spezial
Mittwoch, 9.10.2019, 16.05 Uhr, Ö1

Es ist ja erst einige Wochen her, da hat sich der Himmel über der brasilianischen Metropole Sao Paolo verdunkelt. Der Grund dafür waren die dramatischen Brände im Regenwald des Amazonasgebietes - hervorgerufen durch Brandrodungen, deren Ausmaß seit Jahresbeginn um über 80 Prozent gestiegen ist. Zentrale Unterstützung beim Eintreten für ihre Interessen erfährt die indigene Bevölkerung durch die römisch-katholische Kirche.

Regenwaldbäume mit Himmel
ORF/Brigitte Krautgartner
Regenwald in Brasilien

Ganz in diesem Sinne findet derzeit und noch bis 27. Oktober 2019 im Vatikan die Amazonien-Synode statt. Drei Wochen lang verhandeln kirchliche Entscheidungsträger - Österreich ist vertreten durch Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Erwin Kräutler - Probleme und Herausforderungen dieser lateinamerikanischen Region. Es geht dabei einerseits um heiße Eisen - wie etwa den Einsatz von verheirateten Männern und Frauen in priesterlichen Funktionen, aber eben auch um ökologische und gesellschaftliche Probleme dieses Raumes.

Brigitte Krautgartner hat auf Einladung der entwicklungspolitischen Organisationen CIDSE und REPAM das Amazonasgebiet in Kolumbien, Peru und Brasilien besucht.

Gestaltung: Brigitte Krautgartner

Praxis 9.10.2019 zum Nachhören (bis 8.10.2020):

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