Katastrophe in Mosambik nicht vorbei

Erst vor einem Monat hat der Tropensturm „Idai“ im südlichen Afrika 1.000 Menschen getötet. 6.000 Menschen sind allein in Mosambik an Cholera erkrankt, Tausende Hektar Ackerfläche wurden zerstört. Caritas und Diakonie helfen an Ort und Stelle.

Donnerstagabend traf der Tropensturm „Kenneth“ auf Land. Wieder wurde Mosambik getroffen. „Vor allem der starke Regen ist nun das Problem. Ähnlich wie bei Zyklon ‚Idai‘ werden die kommenden Tage kritisch sein, wenn die Regenfälle anhalten“, berichtet Caritas-Katastrophenhelfer Andreas Wenzel via Ausseundung vom Freitag.

Caritas-Katastrophenhelfer Andreas Wenzel bei einer Nahrungsmittelverteilung in Mosambik
Caritas
Caritas-Katastrophenhelfer Andreas Wenzel bei einer Nahrungsmittelverteilung in Mosambik

„Viele Menschen in Mosambik haben ihre Lebensgrundlage verloren, und die Nothilfe, die wir gemeinsam mit unseren Partnern auch in entlegenen Gebieten durchführen, ist dringend notwendig: Die Menschen brauchen Lebensmittel, aber auch Saatgut. Es droht eine Hungerkatastrophe“, so Wenzel.

Hilfe braucht langen Atem

„Die Katastrophe ist noch nicht vorbei“, so Caritas-Präsident Michael Landau: „Unsere Hilfe braucht einen langen Atem. Zunächst geht es darum, Menschen in Not erstzuversorgen. Aber fast gleichzeitig denken unsere Partner vor Ort schon an die nächsten Schritte: Hilfe für die Rückkehr ins eigene Heim und die Wiederbestellung der Felder“, so Landau.

Spendenhinweise

Caritas Nothilfe in Mosambik: BAWAG P.S.K., BIC: BAWAATWW, IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004, Kennwort: Nothilfe Mosambik

Diakonie Katastrophenhilfe, Spendenkennwort: Zyklon Mosambik, IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333

Nahrungsmittel und Saatgut nötig

Katastrophenhelfer Wenzel war am Donnerstag in Chimoio, 100 Kilometer nördlich von Beira, um bei einer Lebensmittelverteilung zu unterstützen. Es sei sehr wichtig, dass die Caritas auch abseits der großen Städte aktiv sei. „Die Menschen brauchen Nahrung, aber auch Saatgut. Wenn die Regenfälle es zulassen, muss die neue Saat ausgebracht werden. Sonst fällt auch die zweite Ernte in diesem Jahr aus“, so Wenzel.

Auch die evangelische Diakonie hilft vor Ort. Die Nachricht eines erneuten Zyklons in Mosambik sei „bestürzend“, so Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich, am Freitag in einer Aussendung. „Zurzeit sind wir mit unseren PartnerInnen in Kontakt, die schon seit ‚Idai‘ im Nothilfe-Einsatz sind, und klären, wie wir auch diesen betroffenen Menschen helfen können, von denen viele ihre Lebensgrundlage verloren haben.“

Auch Diakonie hilft vor Ort

Die Diakonie-Katastrophenhilfe arbeitet in Mosambik seit vielen Jahren mit der ökumenischen Partnerorganisation Comite Ecumenico para o Desenvolvimento Social, kurz CEDES, zusammen. „Seit der Katastrophe nach dem letzten Sturm im März werden Betroffene Familien von unseren lokalen Partnern mit allem versorgt, was sie zum Überleben brauchen. Jetzt geht es darum, diese Hilfe auf die von der neuen Katastrophe betroffene Region auszuweiten“, so Moser.

religion.ORF.at

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