Evangelische wollen Migranten aufnehmen

Die protestantische Kirche Italiens bietet Hilfe für die 47 Migranten an Bord des Rettungsschiffes „Sea Watch 3“ an, das vor der Insel Lampedusa auf die Landegenehmigung warten.

Die italienischen evangelischen Kirchen erklärten sich bereit, einige Migranten in ihren Aufnahmezentren zu versorgen. Der Bund evangelischer Kirchen in Italien (FCEI) wolle sich zudem bei Schwesterkirchen in Europa einsetzen, damit weitere Migranten der „Sea-Watch 3“ aufgenommen werden, der FCEI-Vorsitzende Luca Maria Negro.

Ein Schiff der Sea Watch neben einem Schlauchboot
APA/AFP/Federico Scoppa
Die evangelische Kirche Italiens will Migrantinnen und Migranten, die auf dem Schiff „Sea Watch 3“ warten, aufnehmen

Papst: Mittelmeer wird zu Friedhof

Das Thema der Migration beschäftigt weiterhin auch Papst Franziskus. Der Heilige Vater hatte am Samstag im Vatikan erneut die Lage auf dem Mittelmeer kritisiert: „Es darf nicht das Mittelmeer vergessen werden, das sich in einen Friedhof verwandelt“, sagte er bei einer Audienz für ausländische Journalisten in Italien. Der Papst ging dabei nicht konkret auf den aktuellen Fall ein.

Italiens Innenminister Matteo Salvini, der der Sea Watch die Einfahrt in italienische Gewässer verboten hatte, bleibt hart. „Ohne meine Genehmigung landet niemand in Italien“, sagte der Chef der rechten Lega. Unklar ist, ob andere EU-Länder bereit wären, wie bei ähnlichen Fällen in den vergangenen Monaten, die Migranten auf der „Sea-Watch 3“ aufzunehmen

religion.ORF.at/APA