Kirchen sammeln Daten über „Kirchturmtiere“

Die Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche Österreichs sammeln aktuell Daten über Beobachtungen von Tieren in, an und rund um Kirchtürme. Die Bevölkerung ist zur Mithilfe aufgerufen.

Ziel sei es Naturschutzmaßnahmen für gefährdete Arten ausarbeiten zu können, denn aktuell fänden gebäudebewohnende Tierarten, insbesondere Vögel, zunehmend schwierigere Nistbedingungen vor, erläuterte Hemma Opis-Pieber, Sprecherin der Kirchlichen Umweltbeauftragten, am Mittwoch in einer Aussendung.

Naturinteressierte Menschen sind daher aufgerufen, die Daten über die App „Naturbeobachtung.at“ an die Organisatoren weiterzuleiten. Die App kann ab sofort kostenlos über Google Play oder App-Store heruntergeladen werden.

Ein Turmfalke
APA/dpa/Patrick Pleul
Turmfalken (Bild), Dohlen und Schleiereulen, aber auch Fledermäuse nutzten Kirchtürme und andere hohe Gebäude in Städten und Dörfern als Ersatz für natürlich Bruthöhlen in Felsen oder Bäumen

Gemeinschaftsprojekt

Problematisch seien vor allem die Schließungen vieler Nischen und Einflugöffnungen, die oft aus Unwissenheit im Zuge von Renovierungsarbeiten passieren. Mit dem Projekt wollen die Organisatoren ein Bewusstsein für die Bedürfnisse der Tiere schaffen: „Kirchen und Kirchtürme stellen für Turmfalken, Dohlen, Mauersegler und viele weitere Vogelarten wertvolle Nistbiotope dar“, erläuterte Opis-Pieber.

Die Fundmeldungen werden im Anschluss von Experten bestimmt und geprüft. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Website www.kirchturmtiere.at, über die auch Tierbeobachtungen gemeldet werden können. Das Projekt ist eine erstmalige Kooperation des Vereins zur Förderung kirchlicher Umweltarbeit, in dem die Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche vertreten sind, mit „BirdLife“ Österreich und dem Naturschutzbund Österreich. Es wird durch die EU und durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert.

religion.ORF.at/KAP

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