Erzbischof der Krim beendet Hungerstreik

Der Erzbischof der Krim, Kliment, hat seinen Hungerstreik aus Protest gegen die drohende Schließung der ukrainisch-orthodoxen Kathedrale in Simferopol auf Wunsch von Metropolit Epiphanius beendet.

Auf Bitten des Oberhaupts der orthodoxen Kirche der Ukraine hat der Erzbischof der Krim, Kliment, seinen Hungerstreik ausgesetzt. Er könne sich nicht dem Willen von Metropolit Epiphanius widersetzen, der ihn um eine Beendigung gebeten habe, sagte der Geistliche laut ukrainischen Medienberichten am Dienstag in Kiew.

Der Bischof war aus Protest gegen die ukrainische Regierung am 10. Dezember vor deren Hauptsitz in Kiew in den Hungerstreik getreten, weil diese die Religionsfreiheit auf der von Russland 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim nicht ausreichend verteidige.

Der Erzbischof der Krim, Pater Kliment
APA/AFP/STR
Kliment, Erzbischof von Kiew

Hungerstreik-Fortsetzung möglich

Kliment warf der Regierung erneut vor, seit sechs Jahren „falsche Erklärungen“ abzugeben. Er pocht auf mehr Unterstützung gegen die drohende Schließung seiner Kathedrale in der Krim-Hauptstadt Simferopol. Ein russisches Gericht hatte den Mietvertrag für das Gotteshaus annulliert. Wenn das Problem nicht gelöst werde, setze er den Hungerstreik fort, so der Geistliche.

Schon kurz nach der Annexion der Krim nahmen die neuen Machthaber Kliments Diözese etwa die Hälfte ihrer Gotteshäuser weg. Die zum Moskauer Patriarchat gehörende orthodoxe Kirche konnte dagegen ihre Arbeit ohne Einschränkungen fortsetzen.

religion.ORF.at/KAP/KNA

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