Tibets Weg zur Weisheit und „Der Kampf um den Riesenbuddha“

Im tibetischen Hochland führt die buddhistische Nonne Ani Rigsang das Leben einer Nomadin. Sie hat sich auf einen Weg der Erkenntnis gemacht, um den vielfältigen spirituellen Traditionen ihrer Heimat nachzuspüren.

Sendungslogo von "Kreuz & Quer"
ORF

Sendungshinweis

Dienstag, 30. April 2019
um 22.35 Uhr, ORF 2

Tibets Weg zur Weisheit

Diese sind zunehmend bedroht durch die von China kontrollierte rasante Modernisierung des Landes. Die Dokumentation begleitet Ani Rigsang auf ihrer Reise durch Tibet - und zeigt dabei vor dem Hintergrund einer spektakulären Landschaft auch die Kontraste und Brüche, die entstehen, wenn jahrhundertealte Traditionen auf die moderne Welt treffen.

Riesenbuddha
ORF/ZDF

„Der Kampf um den Riesenbuddha“

In der zentralchinesischen Provinz Sichuan erhebt sich am Zusammenfluss dreier Flüsse die größte je in Stein gehauene Buddha-Figur der Welt: der Große Buddha von Leshan.

Mehr als 1.300 Jahre hat die große Skulptur Kriege und Naturkatastrophen unbeschadet überstanden. Doch nun nagt der Zahn der Zeit an ihr: Schädliche Umwelteinflüsse und ein nie versiegender Besucherstrom setzen der Buddha-Figur gewaltig zu.

Wie sich ein chinesisches Wissenschafterteam für die Bewahrung dieses Wunderwerks engagiert, zeigt Steven R. Talleys Dokumentation „Der Kampf um den Riesen-Buddha – Das Wunder von Leshan“

Nahe der chinesischen Stadt Leshan vereinigen sich die drei Gewässer Min Jiang, Dadu und Qingyi. Am Zusammenfluss bildeten sich in der Vergangenheit gefährliche Stromschnellen und Wasserwirbel, die eine enorme Beeinträchtigung für die Schifffahrt darstellten. Immer wieder kenterten Boote, und viele Schiffer ertranken in den tosenden Fluten. Und so überlegte im Jahr 713 der buddhistische Mönch Haitong, was er dagegen unternehmen könne. Nach langer Meditation kam er zur Einsicht, nur Buddha selbst könne die gefährlichen Strömungen beruhigen, und er beschloss, eine riesige Buddha-Statue aus der Felswand am Flussufer zu erschaffen. Als er die Finanzierung seines Vorhabens gefährdet sah, soll er – als Zeichen seiner Frömmigkeit – sein Augenlicht geopfert haben.

Bei der Anfertigung der riesigen Skulptur wurde sehr viel Sandstein abgetragen und im Fluss deponiert, und das führte zu einer Beruhigung der Strömung. So hat der fromme Mönch Haitong doch sein Ziel erreicht, das Leben der Bootsleute zu schützen. Die gewaltige Figur ist 71 Meter hoch und damit der größte je in Stein gehauene Buddha. Damit dieses Meisterwerk, das im Jahr 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, auch künftigen Generationen erhalten bleibt, sind aufwendige Konservierungsmaßnahmen erforderlich. Die Dokumentation „Kampf um den Riesen-Buddha“ begleitet ein Team aus chinesischen Geologen und Archäologen bei ihrem Versuch, den Buddha von Leshan vor dem Untergang zu bewahren.

Ein Film von Steven R. Talley