88. Geburtstag von Adolf Holl

Themen: Regina Augustin über Mütter; Adolf Holl wird 88; Ein Besuch bei vertriebenen Österreichern in Tel Aviv; Bibelessay von Markus Schlagnitweit

Mehr als Kinder, Küche, Kirche – Regina Augustin im Gespräch

Der Muttertag, heuer am 13. Mai, geht auf die Initiative der US-amerikanischen Methodistin Anna Marie Jarvis zurück, die Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer Gemeinde einen „Mothers-Day“ veranstaltete, um ihre verstorbene Mutter zu ehren. Von da an trat der Muttertag sozusagen einen Siegeszug in aller Welt an und wird mittlerweile tatsächlich in der großen Mehrzahl der Länder gefeiert. Übrigens nicht überall wie in Österreich am 2. Mai-Sonntag.

Lebenskunst
Sonntag, 13.5.2018, 7.05 Uhr, Ö1

In vielen islamisch geprägten Ländern etwa wird er am 21. März, dem Frühlingsanfang, begangen. Martin Gross hat den Muttertag zum Anlass genommen, mit Regina Augustin zu sprechen, der kürzlich ernannten Generalsekretärin einer der zahlenmäßig größten Vereinigungen Österreichs, der katholischen Frauenbewegung. Und er war sich natürlich bewusst, dass Mutter-Sein und Frau-Sein keineswegs zu 100% deckungsgleiche Begriffe sind. – Gestaltung: Martin Gross

Der streitbare Querdenker – Adolf Holl zum 88. Geburtstag

In den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts war Adolf Holl weit über die katholische Kirche hinaus bekannt geworden. Mit seinem Buch „Jesus in schlechter Gesellschaft“ hatte er polarisiert und die Amtskirche herausgefordert. Solange, bis sie ihn vom Priesteramt suspendiert hat. Danach hat er Bücher geschrieben und jahrelang den legendären „Club 2“ im ORF-Fernsehen moderiert. Er hat sich immer wieder zu gesellschaftspolitischen Fragen zu Wort gemeldet, er hat sich ausführlich mit Franz von Assisi beschäftigt und in einem launigen Szenario skizziert, was geschehen könnte, wenn er Papst werden sollte...

Der Theologe, Soziologe und Publizist wird am 13. Mai 88 Jahre alt. Rechtzeitig vor seinem Geburtstag ist eine Biografie über ihn erschienen. Stefan May hat mit Adolf Holl gesprochen und auch das Buch über ihn gelesen.

Erinnerungen an Österreich – ein Besuch bei Vertriebenen in Tel Aviv

Sie sind mittlerweile alle zwischen 80 und 100 Jahre alt: Jüdinnen und Juden, die in Österreich geboren sind und als Kinder und Jugendliche vor dem NS-Terror nach Israel, damals noch das britische Mandatsgebiet Palästina, fliehen konnten. Judith Weinmann-Stern, Obfrau des Vereins Wien-Tel Aviv, veranstaltet für die Exil-Österreicherinnen und -österreicher in Israel Konzerte mit österreichischer Musik und setzt sich so dafür ein, dass diese ein kleines bisschen vom Klang ihrer Kindheit und ihrer ersten Heimat wieder hören und erinnern können. Sie hat viele von ihnen besucht und ihre Erzählungen aufgezeichnet: jene über das Ankommen in ihrer neuen Heimat und auch über das Mithelfen beim Aufbau des noch jungen Staates.

Am 14. Mai ist der 70. Jahrestag der Staatsgründung, zumindest nach dem gregorianischen Kalender. In Israel selber haben die Jubiläumsfeiern schon am 19. April begonnen - dem jüdischen Kalender folgend.

Kerstin Tretina hat mit Judith Weinmann-Stern für die „Lebenskunst“ Alt-Österreicherinnen und Alt-Österreicher in Tel Aviv besucht.

Damit sie meine Freude in Fülle in sich haben – Bibelessay zu Apg 1, 15 - 17.20a - 26c

Um das Abschiednehmen geht es in der Evangelienstelle, die am Sonntag zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten in den katholischen Kirchen gelesen wird. Jesus verlässt seine Getreuen – doch er will sie nicht ohne Beistand und Unterstützung zurück lassen. Für die Lebenskunst hat der Linzer Hochschulseelsorger Markus Schlagnitweit einen Radioessay dazu gestaltet.

Bibelessay zu Apg 1, 15 - 17.20a - 26c

Moderation: Brigitte Krautgartner

Lebenskunst 13.5.2018 zum Nachhören:

Mehr dazu:

Adolf Holl und das rebellische Leben
(Johanna Grillmayer, religion.ORF.at)

Buchhinweis:

Harald Klauhs, „Holl. Bilanz eines rebellischen Lebens“, Residenz Verlag

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