Was bleibt?

Peter Tropper ist als Leiter des Archives der Diözese Gurk-Klagenfurt verantwortlich dafür, dass das Gedächtnis der Kirche einen Platz hat. Heute sucht er Antworten auf die Frage, was bleibt.

Morgengedanken 11.7.2018 zum Nachhören:

Im ersten Brief an die Korinther stellt der Völkerapostel Paulus fest: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“

Dr. Peter Tropper
ist Leiter des Diözesanarchives Gurk-Klagenfurt

Glück und Elend

Fragt man danach, was bleibt, wird eine der möglichen Antworten lauten: Bleiben wird Hoffnung und Erinnerung, bleiben wird Erinnerung und Hoffnung. Und bleiben wird auch die Sicherheit, dass es nichts gibt, was es nicht gibt! „Vom Erinnern kommt die Erlösung“, sagt eine jüdische Weisheit. Und Franz Grillparzer, Archivdirektor und Historiker, Hofkonzipist und Burgtheaterdichter, formulierte vor 200 Jahren im Trauerspiel über die unerwiderte Liebe der antiken Dichterin Sappho: „Hoffnung und Erinnerung sind ja Rosen von einem Stamme der Wirklichkeit, nur ohne Dornen.“

Und es bleiben aber auch Glück und Elend, mit der Erinnerung an das Elend und der Hoffnung auf das Glück!