Tobias Moretti und der liebe Gott

Themen: Peacecamps in Lackenho; Moretti und der liebe Gott; Ökumenische Sommerakademie; Bibelessay von Anna Hennersperger

Wenn junge Menschen Frieden leben: Ein Besuch des diesjährigen Peacecamps in Lackenhof

Sie haben miteinander gegessen und miteinander Spaß gehabt, aber sie haben auch miteinander diskutiert, reflektiert, inszeniert: Die jungen Leute israelischer und palästinensischer - und anderer - Herkunft, die sich zum 16. Peacecamp im niederösterreichischen Lackenhof getroffen haben. Dort haben sie sich gefragt, welche Möglichkeiten und Hindernisse auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander liegen. Gegründet von der Wiener Psychotherapeutin Evelyn Böhmer-Laufer, die mehrere Jahre in Israel studiert und gelebt hat, ist das Peacecamp ein Projekt zur Friedenserziehung und Förderung der politischen Mündigkeit. Julia Wötzinger hat es für LEBENSKUNST besucht.

Moretti und der liebe Gott: Ein Gespräch mit dem Salzburger Jedermann-Darsteller

Seit mehreren Tagen verhandelt er wieder mit dem Tod: Der Jedermann vor dem Salzburger Dom, das Markenzeichen der Salzburger Festspiele. Hugo von Hofmannsthal hat das mittelalterliche Mysterienspiel, das mit Gott beginnt und mit Gott endet und die Läuterung des reichen Mannes zum Inhalt hat, ins Versmaß gegossen. Und Jedermann-Darsteller Tobias Moretti hat sich in die Neuinszenierung, die seit vergangenem Jahr zu sehen ist, stark eingebracht. Welche Sicht er auf den Inhalt hat, hat Tobias Moretti Johannes Kaup erzählt, der ihn auf seinem Biobauernhof besucht hat.

Superintelligente Systeme und Menschenwürde: Erkenntnisse auf der diesjährigen Ökumenischen Sommerakademie

Cyborgs - Mischwesen aus Mensch und Maschine - sind aus Science-Fiction-Filmen bekannt, aus einschlägigen Romanen und japanischen Mangas. Actionreiche Plots, Gesellschaften ferner Jahrhunderte und unbekannter Galaxien - Elemente wie diese liebt die Unterhaltungsindustrie.

Lebenskunst
Sonntag, 29.7.2018, 7.05 Uhr, Ö1

Und doch: Ist das alles nur Zukunftsmusik? Was davon betrifft uns schon heute? Was muss jetzt bedacht werden, damit später unüberwindliche Probleme erspart bleiben? Sicher: Menschen, die sich Chips implantieren lassen - etwa mit Kreditkartenfunktion - das klingt nicht wirklich bedrohlich. Und doch gilt es, sich auf künftige Szenarien vorzubereiten. Dafür plädiert der in Luzern lehrende katholische Theologe Peter Kirchschläger, übrigens Enkel des früheren österreichischen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger. Peter Kirchschlägers Fachgebiet ist die theologische Ethik, und hier hat er einen Schwerpunkt in Fragen von Menschenrechten und Menschenwürde. Superintelligente Systeme und Menschenwürde, zu diesem Thema hat er vor Kurzem auch einen Vortrag gehalten - im Rahmen der diesjährigen Ökumenischen Sommerakademie im Benediktinerstift Kremsmünster mit dem Titel „Gott und die digitale Revolution“.
Brigitte Krautgartner fasst zentrale Thesen aus Kirchschlägers Vortrag zusammen - wobei sie auch Ausflüge ins Cineastische macht.

Im Teilen kann man satt werden: Bibelessay zu Johannes 6, 1-15

Im Johannes-Evangelium, im Neuen oder Zweiten Testament der Bibel, findet sich unter anderem die Erzählung von der „wundersamen Brotvermehrung“, die am sog. 17. Sonntag im Jahreskreis in katholischen Messen zu hören ist. Für LEBENSKUNST hat sich Anna Hennersperger Gedanken zur „Brotvermehrung“ gemacht, ein Wunder, das sich, folgt man der Erzählung, vor dem jüdischen Fest der Ungesäuerten Brote, Pessach oder Pascha, zugetragen haben soll. Anna Hennersperger ist Theologin und leitet das Bischöfliche Seelsorgeamt der katholischen Diözese Gurk-Klagenfurt.

Bibelessay zu Johannes 6,1 – 15

Moderation: Doris Appel

Lebenskunst 29.7.2018 zum Nachhören:

Links: