Das Glück des Tages

Montage stehen bei vielen ja nicht besonders hoch im Kurs. Aber auch Montage haben einiges zu bieten...

Morgengedanken 6.8.2018 zum Nachhören:

„Versag dir nicht das Glück dieses Tages, an der Gunst, die dir zusteht, geh nicht vorbei!“ Klare Worte lesen wir bei Jesus Sirach im Alten Testament über ein gutes Leben. Die Geschenke unseres Schöpfers wollen gewürdigt werden, das Sein im gegenwärtigen Augenblick darf angenehm sein.

Aglaia Maria Poscher-Mika
ist Sängerin, Musiktherapeutin und Beauftragte der Diözese Feldkirch für den interreligiösen Dialog

Beitrag zum Ganzen

Für viele von uns beginnt am Montag die Arbeitswoche – so kann dies ein Tag voll guter Vorsätze und Hoffnungen sein, schließlich sollen die langen To-do-Listen am Ende abgearbeitet sein. Habe ich das Glück, dass mich diese in der Regel motivieren? Oder empfinde ich sie als erdrückend?

Viele Menschen haben auch keine Liste guter Vorsätze oder Tätigkeiten, denn sie fühlen sich im Abseits, haben keine Arbeit, die sie begeistert und ernährt. Dabei hätte jeder Mensch, der ja einzigartig und aus Liebe von Gott erschaffen wurde, einen ebenso einzigartigen Beitrag zum Ganzen zu leisten. Angesichts des Leistungsdenkens, aus welchem das Problem der Arbeitslosigkeit oft verdrängt wird, ist es wichtig, sich daran zu erinnern: Einer Arbeit, die man selbst als sinnvoll empfindet, nachgehen zu dürfen ist ein wichtiges Stück Lebensqualität. So dürfen wir uns heute, an diesem Tages- und Wochenbeginn fragen: Welchen einzigartigen Mosaikstein will ich heute ins Gesamtkunstwerk des Weltgeschehens einbringen?