Mehr als Gymnastik - Tai Chi und Qi Gong

Themen: Die Bewegungskünste Tai Chi und Qi Gong; Glauben alte Menschen anders?; Philosophicum Lech: Die Hölle; Bibelessay von Franz Josef Weißenböck

Mehr als Gymnastik – Die Bewegungskünste Tai Chi und Qi Gong

Meditation in Bewegung – so könnte man die asiatischen Bewegungskünste Tai Chi und Qi Gong beschreiben. Ursprünglich zum Zweck des Kämpfens entwickelt wurden die einzelnen Sequenzen immer mehr verlangsamt – sodass es jetzt um das Einüben in Achtsamkeit geht und nicht mehr um das Überwinden eines Gegners.

Kung Fu Training Shaolin Zentrum

ORF/Brigitte Krautgartner

Kung Fu Training im Shaolin Zentrum

In Wien werden Tai Chi und Qi Gong unter anderem im Shaolin-Tempel im 5. Bezirk praktiziert. Brigitte Krautgartner war dabei und hat Wissenswertes über die Wirkungsweise dieser Bewegungskünste eingefangen.

Shaolin Shi Yan Liang

ORF/Brigitte Krautgartner

Shi Yan Liang

Eine Reportage zur Abrundung des ORF Schwerpunkts „Bewusst gesund: Stressfrei durch Bewegung“.

Spiritualität am Lebensabend - Glauben alte Menschen anders?

Jeder Lebensabschnitt eines Menschen stellt diesen vor verschiedene Aufgaben und in unterschiedliche Szenarien. Mit der – hoffentlich - wachsenden Reife und Lebenserfahrung wandelt sich auch die Spiritualität religiöser Menschen. Auch das nahende Lebensende rückt Fragen in den Mittelpunkt, die bislang minder wichtig waren oder mit leichter Hand beiseitegeschoben werden konnten: Habe ich ein sinnerfülltes Leben gelebt, wird meine Existenz mit meinem Tod ausgelöscht, oder gibt es ein Weiterleben?

Lebenskunst
Sonntag, 30.9.2018, 7.05 Uhr, Ö1

Judith Fürst hat mit zwei betagten Menschen darüber gesprochen, die auch in jungen Jahren gläubig, in dem Fall katholisch, waren: mit Sr. Petronilla Herl von den franziskanischen Schulschwestern und mit Helmut Krätzl, dem emeritierten Weihbischof der Erzdiözese Wien. Ein Beitrag zum Internationalen Tag der älteren Menschen, der am 1. Oktober stattfindet und 1990 von der UNO initiiert wurde, um den Gewinn, den ältere Menschen für das gesellschaftliche Zusammenleben darstellen, zu würdigen.

Die Hölle. Kulturen des Unerträglichen – Bericht vom Philosophicum Lech

Das heurige Philosophicum Lech hatte ein infernalisches Thema: Die Hölle. Das ursprünglich religiös gedachte Modell der Hölle wurde immer mehr zur Metapher, mit der im Alltag und in der Geschichte jene Situationen beschrieben werden, die als unzumutbar, quälend, letztlich unerträglich empfunden werden. Allerdings: In jeder Hölle steckt noch ihr religiöser Kern. Die Höllenqualen, die sich Menschen ausgemalt haben, waren auch Dokumente eines frühen Bewusstseins von Gerechtigkeit. Der Böse, der der irdischen Gerichtsbarkeit entkommen konnte, sollte wenigstens im Jenseits dafür büßen. Die Hölle und ihre Bilder sind selbst zu einer Quelle der Kultur geworden, von Dantes „Inferno“ bis zu Don Giovannis Höllenfahrt, auch religiöse Kunst kommt nicht ohne Hölle aus, - ohne Hölle und Höllenfahrten wären Literatur, Kunst und Musik um einiges ärmer. Johannes Schmidle hat sich auf dem Philosophicum Lech umgehört.

Wenn nur das ganze Volk zu Propheten würde – Bibelessay zu Num 11, 25 - 29

Was in den römisch-katholischen Messen am 26. Sonntag im Jahreskreis als erste Lesung vorgesehen ist, hat es – allerdings erst auf den zweiten Blick – in sich. Göttlicher Geist lasse sich weder zähmen noch einengen, er lege sich auf alle Menschen, egal, ob Amtsträger, Mann oder Frau. So erklärt der katholische Theologe, Psychotherapeut und Autor Franz Josef Weißenböck die Szene aus dem vierten Buch Mose, dem sogenannten Buch Numeri, im Ersten Testament der Bibel für LEBENSKUNST: Es bedarf innerhalb und außerhalb der Kirche(n) offener Ohren und offener Herzen für Propheten – und Prophetinnen.

Bibelessay zu Num 11, 25 – 29

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 30.9.2018 zum Nachhören:

Buchhinweis:

Helmut Krätzl, „Geschenkte Zeit. Von der Kunst älter zu werden“, Tyrolia Verlag

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