Lebendige Ökumene

Ein anderes Wort für Wirtschaft heißt Ökonomie - und da geht es oft um sehr komplizierte Zusammenhänge. In dem ähnlich lautenden Begriff Ökumene geht es um das Miteinander der christlichen Kirchen: katholisch, evangelisch, orthodox zum Beispiel.

Morgengedanken 7.10.2018 zum Nachhören:

Eine ökumenische Pressereise mit Bischof Benno Elbs aus Vorarlberg führte uns vor einigen Tagen in das Land der evangelisch-reformierten Reformation in die Schweiz. In Zürich begaben wir uns auf die Spuren Ulrich Zwinglis. Was Martin Luther in Wittenberg 1517 ins Rollen brachte, das tat Ulrich Zwingli 1519 in Zürich. So trug er bei zur Veränderung Europas im 16. Jahrhundert.

Thomas Hennefeld
ist Landessuperintendent der evangelisch-reformierten Kirche in Österreich

Begegnungen

Die Reise war ein Beispiel lebendiger Ökumene. Ein Bischof der römisch-katholischen Kirche reist zu den Quellen und Wurzeln einer anderen Kirche. Und das ist ein Ziel der Ökumene. Die andere Konfession besser kennen zu lernen, in der Begegnung und im Gespräch, etwas Neues zu erfahren, vielleicht auch darüber zu staunen und dadurch den anderen besser verstehen zu lernen.

Das kann das eigene Leben bereichern. Und was für die Ökumene gilt, trifft auch auf die Begegnung mit Menschen aus anderen Religionen und Kulturen zu.