Den Traum leben

Was müsste passieren, damit ich sagen könnte: Diese Woche habe ich aufgehört, mein Leben zu träumen und damit begonnen, es zu leben? Keine einfache Frage.

Morgengedanken 29.10.2018 zum Nachhören:

Eigentlich gibt es so viele Dinge in meinem Leben, die ich so gerne getan hätte. Aber eigentlich komme ich aus diesem „eigentlich“ nicht heraus. Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor. Und so stehe ich dann auch vor dem Kühlschrank und frage mich: Was soll ich heute eigentlich nur kochen? Was würde gut schmecken? Was darf es kosten? Oje – so wird das nichts.

Martin Fenkart
ist Pastoralamtsleiter der katholischen Kirche Vorarlberg

Von der Herausforderung zur Lösung

Wer nicht länger im Problem erstarrt bleiben will, der kann es auch mit Effectuation versuchen. Effectuation ist eine simple Methode, um das Problem nicht zu vergrößern, sondern an der Lösung zu arbeiten: Ich beschließe, den Kühlschrank zu öffnen, um nachzusehen, welche Möglichkeiten sich aktuell anbieten: Eier vorhanden? Ok – Ein Spiegelei geht sich aus. Gibt es da sogar Milch, Eier und Mehl? – Dann können wir uns heute bis zum Kaiserschmarren steigern.

Sie haben das Prinzip verstanden? Effectuation inspiriert dazu, von der Herausforderung direkt zur Lösung überzugehen. Man stellt sich also die Fragen: Was kann ich? Wen kenne ich? Und was will ich? Diese simplen Fragen - Was kann ich? Wen kenne ich? Und was will ich? – können helfen, den eigenen Lebenstraum umzusetzen. Und so höre ich jetzt auf, mein Leben zu träumen und beginne schon heute, Montag, meine Träume zu leben.