Alfred Nobel

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege und die irakische Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad, die beide den Einsatz sexueller Gewalt als Kriegsmittel in bewaffneten Konflikten bekämpfen.

Morgengedanken 30.10.2018 zum Nachhören:

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird der Nobelpreis vergeben. In seinem Testament hat der schwedische Erfinder des Dynamits, Alfred Nobel, festgelegt, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden soll. Gesucht wird jährlich nach Preisträgern und Preisträgerinnen, die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Dienst geleistet haben in den Bereichen: Physik, Chemie, Medizin, Literatur oder eben in Friedensbemühungen.

Martin Fenkart
ist Pastoralamtsleiter der katholischen Kirche Vorarlberg

Notbremse ziehen

Aus Alfred Nobels Leben wird berichtet, dass der Tod seines Bruders Ludvig Immanuel im Jahr 1888 für ihn zu einem großen Weckruf wurde. Eine französische Zeitung druckte nämlich versehentlich einen Nachruf auf Alfred Nobel selbst - mit der Überschrift: „Der Kaufmann des Todes ist tot.“ Nobels Reichtum wurde darin so erklärt, dass er das Mittel gefunden habe, mehr Menschen schneller als jemals zuvor zu töten.

Die Zeitungsente hielt Alfred Nobel den Spiegel vor. In der Zeitung las er, was die Menschen wirklich über ihn dachten. Es wird berichtet, dass Alfred Nobel entsetzt war. Er begann sich die Frage zu stellen: Wie soll die Nachwelt mich sehen und wovon wird man nach meinem Tod noch reden? Heute ist der Nobelpreis in aller Munde. Offensichtlich hilft es, im Leben manchmal eine Notbremsung einzulegen.