Gedenken an die Novemberpogrome 1938

Themen: Jugendliche gedenken der Novemberpogrome 1938; Julius Madritsch - Gerechter unter den Völkern; Arm in Österreich

Schulzentrum Friesgasse: Jugendliche gedenken der Novemberpogrome 1938

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im damaligen gesamten Deutschen Reich zu Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung: Viele Menschen wurden in diesen Novembertagen vor genau 80 Jahren ermordet oder in den Selbstmord getrieben, 1.400 Synagogen und Versammlungsräume wurden zerstört und etwa 30.000 Jüdinnen und Juden deportiert.

Praxis
Mittwoch, 7.11.2018, 16.05 Uhr, Ö1

Im Schulzentrum Friesgasse, einer multikulturell geprägten katholischen Privatschule in Wien, haben sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wahlpflichtfachs Geschichte intensiv mit den Novemberpogromen auseinandergesetzt. Neben einer Gedenkveranstaltung haben sie unter anderem an einer Wanderausstellung gearbeitet und sich dabei auf die Suche nach dem jüdischen Leben im 15. Wiener Gemeindebezirk gemacht. - Gestaltung: Judith Fürst

Julius Madritsch - Ein Gerechter unter den Völkern

Als im November 1938 Synagogen brannten, Jüdinnen und Juden gedemütigt, ja ermordet wurden, gab es auch einige Menschen, die als Nicht-Juden Widerstand leisteten, sich für ihre jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzten. Einer von ihnen war der Wiener Julius Madritsch. Seine Geschichte erinnert etwas an die von Oskar Schindler, den er kannte, und mit dem er auch zusammenarbeitete.

Vor Kurzem wurde ein Film präsentiert, der diesen eher unbekannten Retter von hunderten Jüdinnen und Juden ins Zentrum stellt: „Julius Madritsch - Ein Gerechter unter den Völkern“ heißt dieser Film. Er ist auf Initiative der Wiener-Krakauer Kultur-Gesellschaft und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres, des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus sowie des Zukunftsfonds der Republik Österreich entstanden. - Gestaltung: Maria Harmer

Arm in Österreich – Nachfrage bei Caritas-Einrichtungen steigt

Eine Wohnung, Kleidung, jeden Tag ein warmes Essen - für viele Menschen in Österreich ist das keine Selbstverständlichkeit. Rund 14 Prozent der Bevölkerung - das sind 1,2 Millionen Menschen - sind hierzulande von Armut betroffen oder armutsgefährdet. Als armutsgefährdet gilt derzeit in Österreich, wer weniger als 1.238 Euro pro Monat zur Verfügung hat. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Alleinerzieherinnen und oft auch Kinder.

Ein besonderer Armutstreiber sind aktuell die steigenden Mietpreise, das wurde auf einer von der Caritas organisierten Pressefahrt nach Graz deutlich - ebenso, dass die Nachfrage bei Caritas-Einrichtungen steigt, sei es bei Notschlafstellen oder Essensausgaben. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 7.11.2018 zum Nachhören:

Mehr dazu:

Christen und Juden gedenken Novemberpogromen
(religion.ORF.at/KAP; 5.11.2018)

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