USA: Missbrauch und Migranten

Missbrauchsskandal im Zentrum von Konferenz der US-Bischöfe

Ganz im Zeichen der Missbrauchs-Skandale in der katholischen Kirche in den USA stand die Herbstvollversammlung der katholischen US-Bischöfe, die bis 14. November in Baltimore getagt hat. Vertreter von Opfern und Laien erhoben in Stellungnahmen vor den Mitgliedern der Bischofskonferenz schwere Vorwürfe gegen den aus ihrer Sicht mangelnden Aufklärungswillen der Bischöfe. Scharfe Kritik richteten sie auch gegen den Vatikan. Dieser hatte den US-Bischöfen kurz vor Beginn ihrer Versammlung untersagt, über geplante Maßnahmen im Kampf gegen sexuellen Missbrauch abzustimmen - etwa über einen neuen Verhaltenskodex für Priester und ein Meldesystem für Opfer. Der Vatikan hatte die Bischöfe aufgefordert, die Abstimmung darüber auf Februar 2019 zu verschieben und ein weltweites Bischofstreffen in Rom zu den Missbrauchsskandalen der Kirche abzuwarten.

Kirchliche Hilfe für Migranten in Mexiko

Tausende Migrantinnen und Migranten, vor allem aus Honduras, El Salvador und Guatemala sind derzeit auf dem Weg durch Mexiko in die USA. Gestern haben die ersten Migranten aus dieser sogenannten Karawane die US-Grenze erreicht. Zuletzt hatte sich die Migranten-Karawane in mehrere Gruppen aufgesplittet - geschätzte 5000 Menschen sind in den vergangenen Tagen in Mexiko Stadt eingetroffen und wurden dort in einem Sportstadion versorgt - auch durch die Mithilfe von katholischen Pfarren. Maria Harmer war in Mexiko und hat eine solche Pfarre, wo Hilfe für die Migranten koordiniert wird, besucht.

Moderation: Andreas Mittendorfer

Religion aktuell 14.11.2018 zum Nachhören:

Mehr dazu:

US-Bischöfe stellen sich Missbrauchsopfern
(religion.ORF.at/KAP/KNA; 14.11.2018)