Viele Wege führen zu Gott

Viele lieben die Berge, das Bergsteigen, Wandern und Klettern. Katholische Priester sind da keine Ausnahme.

Morgengedanken 23.11.2018 zum Nachhören:

Viele Wege führen zu Gott. Einer geht über die Berge, hat der bekannte Tiroler Bischof Reinhold Stecher gesagt. Ich stimme dieser Aussage zu. Die Berge sind tatsächlich ein Ort geistlicher Erfahrung. In der Begegnung mit der Natur, im Erleben der Bergwelt, im unmittelbaren Kontakt mit der Schöpfung wächst der Mensch über sich hinaus und spürt, dass er sich im Gegenüber zu etwas Großem befindet. Wir Christen sagen dazu Gott.

Engelbert Guggenberger
ist Administrator der katholischen Diözese Gurk-Klagenfurt

Zugang zur Schöpfung

Der Zweifel an der Existenz Gottes kommt ja interessanterweise erst in der Moderne auf. Wenn der Mensch sich nur mehr umgeben findet von seinen eigenen Geschöpfen – Asphalt auf der Straße, Beton in den Gebäuden, Glas auf den Fassaden – hat er plötzlich das Gefühl: Es gibt keinen Gott.

In der Antike kannte man diesen Gedanken nicht, weil die Menschen noch in unmittelbarem Kontakt mit der Natur lebten. Die Begegnung mit der majestätischen Schönheit der Bergwelt kann uns helfen, unsere Einheit mit allem Geschaffenen zu spüren und wieder einen ursprünglichen Zugang zur Schöpfung und damit auch zum Schöpfer zu bekommen.