Frauen wehren sich

Themen: Film #Female Pleasure; Pastoralamtsleiter der Erzdiözese Wien; Muslimische Jugend in Auschwitz

„#Female Pleasure“ – Religiöse Frauen im Kampf gegen das Patriarchat

Fünf Frauen, fünf Geschichten - unter anderem von der orthodoxen Jüdin, die gezwungen wird, einen ihr Fremden zu heiraten. Oder von der katholischen Ordensfrau, die im Kloster mehrfach Opfer sexueller Übergriffe wurde. Oder von Gewalt gegen Frauen in Indien... In ihrem Dokumentarfilm „#Female Pleasure“ widmet sich Regisseurin Barbara Miller fünf jungen Frauen, die jeweils einer der fünf Weltreligionen angehören und eine Sache gemeinsam haben: Jede von ihnen kämpft gegen die Dämonisierung der weiblichen Sexualität und setzt sich für Aufklärung und sexuelle Selbstbestimmung von Frauen ein.

Praxis
Mittwoch, 21.11.2018, 16.05 Uhr, Ö1

Unabhängig von kulturellem oder religiösem Hintergrund, von geographischer Lage oder Wohlstand in einer Gesellschaft: Frauen zu instrumentalisieren, sie gefügig zu machen (bis hin zur Vergewaltigung) - und sie in ihrer Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung einzuschränken, dafür gibt es überall Mittel und Wege. Und es gibt überall mutige Frauen, die sich dagegen auflehnen. Das ist kurz umrissen die Botschaft der Dokumentation „#Female Pleasure“ von Barbara Miller. Mit einer der Protagonistinnen des Films hat Brigitte Krautgartner gesprochen - mit Leyla Hussein, einer bekennenden Muslimin, die sich einem besonders komplexen Thema verschrieben hat: FGM - der weiblichen Genitalverstümmelung.

Wie die Unruhe in der Uhr - Pastoralamtsleiter der Erzdiözese Wien

Eine Strukturreform der zentralen Dienststellen, Pfarrzusammenlegungen und die Reduktion von Pfarrgrenzen, die Organisation von Pfarrgemeinderatswahlen - das waren einige der großen Herausforderungen an das Pastoralamt der Erzdiözese Wien in den letzten Jahren. Das klingt aufs erste vielleicht etwas trocken, hat aber in der Praxis großen Einfluss auf das Leben vieler katholischer regelmäßiger oder weniger regelmäßiger Kirchgängerinnen und Kirchgänger.

Die Erzdiözese Wien ist der mit Abstand größte kirchliche Verwaltungsbezirk in Österreich und umfasst 631 Pfarren in Wien und dem östlichen Niederösterreich und deckt somit einen breiten Bogen von der Innenstadt bis zur ländlichen Pfarre mit den jeweiligen Bedürfnissen und Besonderheiten ab.

Mehr als sieben Jahre lang war die Pastoraltheologin Veronika Prüller-Jagenteufel Leiterin des Pastoralamts der Erzdiözese Wien. Im September wechselte sie auf eigenen Wunsch als theologische Referentin in der Caritas in ihre Heimatdiözese St. Pölten. Zu ihrem Nachfolger wurde der vormalige Pfarrer und Dechant von Stockerau, Markus Beranek, ernannt. Maria Harmer hat die beiden zu einem Gespräch über die großen aktuellen Herausforderungen und über ihren persönlichen Zugang dazu getroffen.

Gedenkreise der muslimischen Jugend nach Auschwitz

Erstmals hat eine Delegation der Muslimischen Jugend Österreich die Gedenkstätte am ehemaligen NS-Vernichtungslager Auschwitz besucht. Die vom österreichischen Gedenkdienst organisierte Reise war der traurige und bewegende Höhepunkt des monatelangen Projektes „Musliminnen und Muslime gegen Antisemitismus“. Die muslimische Jugend hat das Gedenkjahr 2018 zum Anlass genommen, um sich mit dem Thema Antisemitismus - innerhalb der muslimischen Community und darüber hinaus - auseinanderzusetzen. Kerstin Tretina hat mit den muslimischen Jugendlichen kurz nach ihrer Rückkehr über ihre Eindrücke gesprochen.

Moderation: Alexandra Mantler

Praxis 21.11.2018 zum Nachhören: