Advent

Die Advent– und Weihnachtszeit rückt immer näher. Für die Morgengedanken der kommenden Woche denkt Margit Hauft darüber nach.

Morgengedanken 25.11.2018 zum Nachhören:

Und wieder einmal steht er knapp bevor der Advent, diese etwas andere Zeit, häufig auch als die stillste Zeit bezeichnet! Optisch und akustisch werden wir permanent daran erinnert: Lichterketten überall, Weihnachtsmusik in den Geschäften, längst ist das Warenangebot dem Advent angepasst, von Lebkuchen in allen Variationen bis hin zu einem Riesenangebot an Adventkalendern liegt alles bereit.

Margit Hauft
ist ehemalige Vorsitzende der katholischen Frauenbewegung

Ein Wecker

Der nahende Advent verändert also unsere Umgebung, und was verändert er bei uns selbst? „Seid wachsam!“, lesen wir in den biblischen Adventtexten. Wachsam sein, das ist offensichtlich die Adventbotschaft der Bibel. Aber warum? Worauf warten wir? Wer wach wird, reibt sich die Augen und schaut genau hin. Wer wach wird, überprüft den eigenen Standort und entscheidet, ob der eingeschlagene Weg noch der Richtige ist. Wer wach ist, der ist erwartungsvoll, ist ansprechbar für die Menschen um sich. Manchmal ist es nötig, sich den Wecker zu stellen, um nicht den Zeitpunkt zu verschlafen, auf den es ankommt.

Genau das will der Advent sein: Ein Wecker, der uns erinnert, dass wir noch nicht am Ziel sind, ein Wecker, der uns aufschreckt aus der Routine, der uns Ausschau halten lässt nach dem, wofür es sich lohnt, ungeduldig zu warten. Bedenken wir: Die Adventzeit ist für uns da – und nicht umgekehrt.