Seelenruhe für Tote und Lebendige

Die Zeiten ändern sich und die Zeiten ändern uns. Und zum zweiten Mal öffnet sich der Stephansdom für die Anliegen meines Vereins Life+.

Gedanken für den Tag 30.11.2018 zum Nachhören:

Wir haben letztes Jahr einen Gedenkgottesdienst zum Welt-Aidstag gemacht und heuer gibt es eine Benefizveranstaltung zugunsten eines Hospizes in Südafrika. Und es ist schon sehr, sehr bemerkenswert, wenn sich da wieder einmal für einen Abend ganze Welten vereinigen. Da treffen Geist und Fleisch aufeinander, stilles Gedenken und Lebenslust auf heiligen Boden. Und die heutigen Stunden werden einfach diese Grenzen überwinden wieder einmal. Um auch ein bisschen Seelenruhe zu bekommen, für die Toten im Gedenken und auch für die Lebendigen in diesen unsteten Zeiten. Und an diesem heutigen Abend vor dem internationalen Welt-Aids-Tag, wollen wir erneut an die HIV-Opfer gedenken und nicht still bleiben.

Gery Keszler
ist Gründer des Life Ball und Obmann des Trägervereins LIFE+

Der Tod macht keinen Unterschied

Und was man wahrscheinlich auch nicht aus den Augen verlieren sollte ist, dass am Ende aller Tage nur der Mensch den Menschen macht und wir alle auf Nächstenliebe angewiesen sind. Das gilt für uns hier in diesem Land, für unsere unmittelbaren Nachbarn und auch für die Leute in Südafrika und deswegen unterstützen wir das Projekt „Brotherhood of Blessed Gérard“, eines der größten Hospize in Südafrika, das vom Malteser Aids-Dienst geführt wird.

Und genauso wie beim Jedermann dreht sich bei Aids auch sehr viel um den Tod und der kennt auch keinen Unterschied zwischen reich und arm und schwul oder hetero oder alt oder jung. Und vor allem ist er unumgänglich. Und bis er kommt haben wir eigentlich nur eine Chance, nämlich alles was davor kommt in Liebe, Toleranz und gegenseitigen Respekt zu verwandeln.

Musik:

Klaus Nomi: „You don’t own me“ von Jay Madara, Danny White und Klaus Nomi
Label: RCA PD 70027

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