Kopfverhüllungsverbot: Sikhs in Sorge

Sikhs in Sorge wegen Kopfverhüllungsverbot

Das geplante Kopfverhüllungs- oder auch Kopftuchverbot in Volksschulen hat an diesem Wochenende weitere Gegner gefunden. Die Direktorin des evangelischen Hilfswerks Diakonie, Maria Katharina Moser, hat sich in der ORF-Pressestunde dagegen ausgesprochen. Und die Sikh-Community ist in Aufregung, da das Kopfverhüllungsverbot laut Regierung auch für die Patka gelten würde, ein Tuch, das Sikh-Burschen über einem Haarknäuel tragen, bis sie auf den Turban umsteigen. Ein Kollateralschaden, vermuten die Sikhs.

Der Zeithistoriker Frank Stern von der Universität Wien - selbst Mitglied der jüdischen Community - warnt grundsätzlich vor Auswirkungen des Kopftuchverbots auf andere Religionsgemeinschaften.

Evangelische debattieren über „Ehe für alle“

In knapp fünf Wochen wird die sogenannte „Ehe für alle“ in Österreich zur rechtlichen Realität. Gleichgeschlechtliche Paare können ab erstem Jänner heiraten - gleichzeitig wird die „eingetragene Partnerschaft“ auch für heterosexuelle Paare möglich. Beides bringt die evangelischen Kirchen unter Zugzwang - denn eine gültig geschlossene, standesamtliche Ehe war bisher die Voraussetzung für die kirchliche Trauung. Wird dieses Kriterium auch durch eine „eingetragene Partnerschaft“ erfüllt? Und haben künftig homosexuelle Paare gleichsam einen Anspruch auf eine kirchliche Trauung?

Die evangelischen Kirchen haben zu diesem Themenkomplex am Wochenende einen Studientag abgehalten. Ein Bericht von Markus Veinfurter.

Moderation: Andreas Mittendorfer

Religion aktuell 26.11.2018 zum Nachhören:

Mehr dazu:

Kopfverhüllungsverbot: Aufregung bei Sikhs
(wien.ORF.at; 24.11.2018)

Link:

Evangelische Kirche in Österreich