Patchwork-Vater Josef

Themen: Geburten in der Bibel; Hintergründe zu Josef; Nipun Mehta und das lebenslange Schenken; Bibelessay von Markus Schlagnitweit

„Stille Nacht“? - Geburt und Geburten in der Bibel

Von 24. auf 25. Dezember ist sie also für unzählige Menschen wieder, die sogenannte „Stille Nacht", in der Christinnen und Christen die Geburt desjenigen feiern, auf den sie sich berufen. Und auch das bekannteste Weihnachtslied der Welt, das vor genau 200 Jahren zum ersten Mal in der Christmette in Oberndorf in Salzburg öffentlich gesungen worden ist, feiert ja dieser Tage Geburtstag.

Geburt in der Bibel:
Bibelwelt Salzburg

Aber: Wie still kann eine Nacht sein, in der geboren wird? Und war im Nahen Osten vor 2000 Jahren eine Geburt anders als heute? Viele Umstände bestimmt. Manches freilich wiederum nicht. Und genau davon erzählt die Sonderausstellung des ökumenischen Projekts „Bibelwelt“ in der St. Elisabeth-Kirche in Salzburg-Stadt. Der Kirchenraum wurde gedrittelt. Der Altarraum ist weiterhin der Ort für Gottesdienste. Die anderen zwei Drittel sind der sogenannten „Bibelwelt“ gewidmet - und damit derzeit dem Thema „Geburt in der Bibel“. Erfahren Sie mehr von Roberto Talotta.

„Josef, lieber Josef mein“ - Hintergründe zu einem berühmten Patchwork-Vater

Ab dem „Heiligen Abend“ befindet auch er sich unter manchem Christbaum oder an der Krippe: Josef von Nazareth, der sogenannte Nährvater oder Ziehvater von Jesus. Zumindest eine Darstellung von ihm - vom, wenn man so möchte, ersten berühmten Patchwork-Vater der Geschichte. Doch welche Rolle ist ihm darüber hinaus zugedacht? Und was hat sein Beispiel zu bedeuten? Markus Veinfurter hat die Hintergründe recherchiert.

„Giftivism“ - Nipun Mehta und das lebenslange Schenken

Wie Menschen über Weihnachten hinaus einander etwas schenken können, eine nachhaltige Kultur der Großzügigkeit verbreiten können, dazu hat sich Nipun Mehta vieles überlegt. Der Philosoph und Computer-Wissenschaftler ist Mitbegründer von „Giftivism“. Das ist eine Wortbildung aus Geschenk, englisch Gift, und Aktivismus. Und Nipun Mehta ist ein spiritueller Mensch.

Lebenskunst
Dienstag, 25.12.2018, 7.05 Uhr, Ö1

Geboren am 31. Dezember 1975 im indischen Bundesstaat Gujarat und als Teenager mit seiner Familie in die USA emigriert, ist er als Hindu aufgewachsen, oft Gast in buddhistischen Klöstern und bezeichnet sich heute als Wahrheitssuchender auf der Lebensreise. Unter anderem hat er „Awakin Circles“ gegründet, Meditationskreise, von denen es derzeit 80 auf der ganzen Welt gibt. Maria Harmer hat einen davon in Wien besucht - und dabei auch Nipun Mehta selbst getroffen.

„Im Anfang war das Wort“ - Bibelessay zu Johannes 1, 1 - 5. 9 - 14

Wenn in den Kirchen in der „Heiligen Nacht“ die wahrscheinlich bekannteste Geburtsgeschichte der Welt zu hören ist, so ist es in katholischen Gottesdiensten am Morgen des 25. Dezember der berühmte Beginn des Johannesevangeliums: „Im Anfang war das Wort.“ Markus Schlagnitweit, katholischer Theologe, Priester und Wirtschaftsethiker, hat den Text zum Anlass genommen, um über die vielen Worte und das eine Ja-Wort nachzudenken.

Bibelessay zu Johannes 1, 1 – 5. 9 – 14

Moderation: Doris Appel

Lebenskunst 25.12.2018 zum Nachhören: