Wie kam es zum Geburtsdatum Jesu?

Themen: Hans Förster über das Geburtsdatum von Jesus; „Häusliche Pflege“ für Obdachlose; Hilfe für philippinische Kleinbauern; Bibelessay von Mirja Kutzer

Wie kam es zum Geburtsdatum Jesu? – Überlegungen des Papyrologen Hans Förster

Nach alter, kirchlicher Tradition wird am 26. Dezember der heilige Stephan gefeiert. Und das hat theologisch gesprochen einen gewissen, inneren Sinn: Am Tag nach der Geburt des „Erlösers“ wird des ersten „Blutzeugen“ des Glaubens, des ersten Märtyrers, gedacht.

Lebenskunst
Mittwoch, 26.12.2018, 7.05 Uhr, Ö1

Warum aber ausgerechnet am 25. Dezember die Geburt des Jesus von Nazareth gefeiert wird - darüber gehen die Meinungen auseinander. Die gängigste Theorie lautet, dass hier das Fest eines heidnischen Sonnengottes quasi „christianisiert“ worden ist. Doch es gibt auch einige Hinweise, dass es sich beim Fest am 25. Dezember um eine genuin christliche Entwicklung handelt. – Gestaltung: Markus Veinfurter

„Häusliche Pflege“ für Unbehauste – Neues Caritas-Projekt in Linz

Es ist eigentlich eine absurde Praxis: Menschen, die kein festes Zuhause haben und auf der Straße leben, werden von Krankenhäusern nach ihrer Genesung, wie alle anderen Patienten auch, "in häusliche Pflege“ entlassen, - auch nach Schlaganfällen, Amputationen u.ä. Doch diese „häusliche Pflege“ gibt es für wohnungslose Menschen de facto nicht.

Die Caritas Oberösterreich bietet daher seit einigen Monaten in Linz ein Krankenzimmer an, wo bis zu vier Obdachlose medizinisch und psychologisch nachbetreut und gesund gepflegt werden. – Gestaltung: Maria Harmer

Gemeinsam gegen Konzerne und Klimawandel – Dreikönigsaktion hilft philippinischen Kleinbauern

In den Tagen nach Weihnachten gehen sie wieder von Haus zu Haus: die als Sternsinger gewandeten Mädchen und Buben der Katholischen Jungschar. Eines der Schwerpunktländer für ihre Sammlung sind diesmal die Philippinen, schwer gezeichnet vom Taifun „Mangkhut“. „Viele Menschen, die es in den letzten Jahren – auch unterstützt durch Sternsingerspenden – geschafft haben, ihre Lebenssituation zu verbessern, stehen vor dem Nichts“, fasst Stefan Lumplecker, Philippinenreferent der Dreikönigsaktion, die Informationen der Partnerorganisationen zusammen.

Die Sternsinger/innen der Katholischen Jungschar bitten heuer speziell um Spenden für Bauernfamilien, die unter den Auswirkungen des Klimawandels wie den immer stärker werdenden Taifunen leiden. Die tragische Aktualität zeigt die dringende Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Alexandra Mantler war mit Mitarbeitern der Dreikönigsaktion auf der philippinischen Insel Mindanao unterwegs, um dort Hilfsprojekte zu besuchen, die mit Hilfe der Spenden aus der jährlichen Sternsinger-Aktion finanziert werden.

Ich sehe den Himmel offen – Bibelessay zu Apostelgeschichte 6, 8 - 10; 7, 54 - 60

Für die katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen, die anglikanische, altkatholische und die lutherische Kirche gilt er als heilig: Stephanus, dessen Fest am 26. Dezember auf dem katholischen Kalender steht. Er ist im Neuen Testament ein Diakon der Jerusalemer Urgemeinde und gilt als erster Märtyrer des Christentums, - wird daher oft auch als Erzmärtyrer oder Protomärtyrer bezeichnet. Am Tag nach dem Christtag steht daher jene Erzählung aus der biblischen Apostelgeschichte auf dem Plan der katholischen Messfeiern, die über ihn und sein Schicksal berichtet. Neue bibeltheologische Erkenntnisse dazu liefert Mirja Kutzer, sie lehrt an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Kassel.

Bibelessay zu Apostelgeschichte 6, 8 – 10; 7, 54 – 60

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 26.12.2018 zum Nachhören: