Freude empfinden

Sind Sie heute gut aufgelegt? Vielleicht auch mit Vorfreude auf etwas Nettes, das dieser Tag bringen wird? Die wirklich hohe Kunst besteht darin, Freude unabhängig von der konkreten Situation zu empfinden.

Morgengedanken 5.2.2019 zum Nachhören:

Der Apostel Paulus hat seine tiefsten Meditationen über die Freude nicht nach einem rauschenden Fest oder einem ekstatischen Erlebnis niedergeschrieben. Nein, den Philipperbrief, den sogenannten Brief der Freude, verfasste er im Gefängnis. Freude ist also kein billiger Spaß. Sie zeigt sich weniger als ein Glücklichsein über etwas als vielmehr ein Glücklichsein in jeder Situation des Lebens, also gerade auch in Zeiten der Trauer und des Schmerzes.

Georg Plank
ist Leiter der Initiative Pastoralinnovation

Frohe Botschaft

Friedrich Nietzsche sagte anklagend: Die Christen müssten erlöster aussehen! Damit kritisierte er zu Recht, dass im Leben der Kirche oft viel zu wenig die Frohbotschaft spürbar ist, sondern oft eine Drohbotschaft. Mich fasziniert, wie in der Bibel in vielen Erzählungen und Texten Freude als jubelnde Form der Liebe ausgeschmückt wird. Immer wieder wandelt Gott hoffnungslose und verzweifelte Situationen in Befreiung und Erlösung. Immer wieder jubeln Menschen über diesen Gott der Liebe, der gerade für die Schwächsten am meisten übrig hat und jedem eine neue Chance gibt.

Am bekanntesten ist die Reaktion der jungen Frau Maria auf die Verheißung, dass sie den ersehnten Erlöser zur Welt bringen wird: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn Großes hat Er an mir getan!