Friedensstifter

Dass aus Liebe Hass werden kann, davon ist immer wieder die Rede – in Schlagern, Filmen oder auch Medienberichten.

Morgengedanken 6.2.2019 zum Nachhören:

Erschüttert berichten Medien über die furchtbaren Morde an Frauen, begangen durch rasende Männer, die nicht wahrhaben wollen, dass ihre Beziehung in Brüche gegangen ist. Zugleich eskalieren auch politische Konflikte immer wieder gewaltsam und bringen vielen unschuldigen Menschen Zerstörung, Folter und Tod. Warum fällt es so schwer, dauerhaften Frieden zu halten? Warum bricht sich immer wieder das Böse Bahn?

Georg Plank
ist Leiter der Initiative Pastoralinnovation

Unterschätzte Gefühle

Jesus preist in der Bergpredigt alle selig, die Frieden stiften. Sie sind wahre Kinder Gottes, denn der Friede ist eine Frucht der Liebe, die sich niemals gewaltsam durchsetzt. Von Gott geliebte Menschen fragen sich gerade in Krisen, wenn es heiß her geht, wenn Gefühle übermächtig werden und wenn es plötzlich logisch erscheint, dreinzuschlagen: Was kann ich tun, damit jetzt nicht die Gewalt eskaliert? Wie kann ein Konflikt so ausgetragen werden, dass sich Menschen wieder versöhnen können?

Ich habe oft erlebt, dass mir diese brückenbauende Haltung dann gelingt, wenn ich mich selber zutiefst geliebt und mit all meinen Sünden und Fehlern angenommen weiß. Jeden Morgen tauche ich bewusst in diese Liebe Gottes ein, damit ich tagsüber ein Friedensstifter sein kann.