Klagemauer für Muslime?

Islam-Gelehrter beansprucht Klagemauer für Muslime

Rund um den für Muslime und Juden wichtigen Tempelberg in Jerusalem gibt es neuerlich Spannungen: Nun hat der Präsident des Obersten Islamrates in Jerusalem, Scheich Ikrima Sabri die Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt als islamisches Heiligtum bezeichnet, sie sei ein untrennbarer Teil des Tempelbergs. Außerdem betonte er in dem von ihm verfassten islamischen Rechtsgutachten, die Stätte gehöre ausschließlich muslimischen Gläubigen. Und, Muslime würden an der Stätte auch keinerlei jüdische Besitzrechte akzeptieren, das berichtet heute der israelische Sender „Arutz Scheva“. Für Jüdinnen und Juden weltweit ist die Klagemauer das wichtigste Heiligtum, sie ist ein Überrest der Befestigung des im Jahr 70 nach Christus zerstörten zweiten Jerusalemer Tempels.

Islam-Experte Bassam Tibi sieht Zuwanderung kritisch

Der aus Syrien stammende und in Deutschland lebende Islam-Experte Bassam Tibi bezeichnet sich selbst als Reform-Moslem und kritisiert den Islam. In seinem aktuellen Buch „Islamische Zuwanderung und ihre Folgen“ geht er sehr kritisch mit der europäischen Migrationsfrage um. Am 12. Februar war Bassam Tibi in Wien zu Gast beim Österreichischen Integrationsfonds. - Gestaltung: Roberto Talotta

Moderation: Andreas Mittendorfer

Religion aktuell 13.2.2019 zum Nachhören:

Mehr dazu:

Muslime beanspruchen Klagemauer für sich
(religion.ORF.at/KAP/KNA; 13.2.2019)

Buchhinweis:

Bassam Tibi, „Islamische Zuwanderung und ihre Folgen“, ibidem Sachbuch

Link:

Österreichischer Integrationsfonds