Die Welt stand auf, als rosa Parks sitzen blieb

Heute ist der Internationale Frauentag. Viele Aktivitäten gibt es aus diesem Anlass.

Morgengedanken 8.3.2019 zum Nachhören (bis 7.3.2019):

Haben Sie schon einmal von Rosa Parks gehört? Rosa Parks, eine 2005 verstorbene Afroamerikanerin hat die amerikanische Gesellschaft für immer mit einer scheinbar kleinen Aktion verändert.

Barbara Haas
ist Leiterin des Bildungshauses St. Michael in Innsbruck

Mut, sich zu wehren

Vor kaum 70 Jahren war Amerika geprägt von der Trennung der Lebenswelten Weißer und Schwarzer. In öffentlichen Verkehrsmitteln war es nicht erlaubt, dass Menschen unterschiedlicher Rassen nebeneinandersitzen. Für beide Völkergruppen gab es reservierte Plätze. Die Plätze für die Weißen waren oft leer, während es zu wenige Plätze für die Schwarzen gab. Schwarzen war es bei Strafe untersagt, sich auf den Plätzen der Weißen niederzulassen. Rosa Parks erlebte die vorgeschriebene Trennung jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit.

Am 1. Dezember 1955 hat sie den Mut, sich zu wehren. Sie weigert sich, für einen weißen Fahrgast den Platz zu räumen. Sie bleibt beharrlich sitzen. Damit löst Rosa Parks eine Veränderung aus und neben anderen Aktionen im Land, gilt dies als Beginn der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Eine einfache Frau spürt, es ist genug – eine schwarze Frau ist nicht weniger wert als ein weißer Mann. Sie steht die Verhaftung und Bestrafung durch. Vorerst allein nimmt sie den Kampf für viele auf. Ich weiß nicht, ob ich je diesen Mut, diese Stärke gehabt hätte, aber mir imponieren Frauen wie Rosa Parks.