Ich will, dass ihr in Panik geratet

Wer sind die Leute, denen die Zukunft am meisten am Herzen liegt? Wahrscheinlich die Jugendlichen – sie haben noch die längste Lebenszeit vor sich. Und über eine Jugendliche, die sich mit einer besonderen Leidenschaft engagiert spricht jetzt Barbara Haas.

Morgengedanken 9.3.2019 zum Nachhören (bis 8.3.2020):

Als Achtjährige erfährt Greta in der Schule von der durch Menschen verursachten Erderwärmung. Ab diesem Zeitpunkt nutzt sie jede Gelegenheit, Energie zu sparen. Greta beschließt, nicht mehr zu fliegen und ernährt sich vegan. Mit elf Jahren verfällt Greta in eine Depression, sie hört auf zu sprechen und sie verweigert die Nahrungsaufnahme. Bei Greta wird das Asperger-Syndrom diagnostiziert. Mit 15 tritt sie an die Öffentlichkeit und setzt sich aktiv für den Klimaschutz ein. In einem Interview sagt sie: „Ich sehe die Welt etwas anders, aus einer anderen Perspektive. Ich habe ein besonders Interesse. Es ist sehr üblich, dass Menschen im Autismus-Spektrum ein anderes Interesse haben.“

Barbara Haas
ist Leiterin des Bildungshauses St. Michael in Innsbruck

Die Sache ist groß!

Greta beginnt ihre Arbeit mit einem Schulstreik. Sie will sich „ihre Zukunft nicht stehlen lassen“ und sie findet Nachahmer/innen. Inzwischen streiken Schüler/innen in Belgien, Frankreich, Dänemark und Finnland. Im Dezember 2018 reist sie mit ihrem Vater zur UN- Klimakonferenz nach Katowice. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos trifft Greta prominente Forumsteilnehmer/innen. Nicht alle Menschen sind beeindruckt von Greta.

Greta steht für mich für Frauen der Zukunft, die mit Stärke und klaren, einfachen Worten Missstände aufzeigen. Eine junge Frau hat meiner Meinung nach jedes Recht, aufzuzeigen, dass wir unsere Mutter Erde schlecht behandeln und nur ein globaler Klimaplan einen Wandel herbeiführen kann. Die Sache, für die Greta kämpft, ist GROSS!