Botschaft der Fastenzeit

Ein paar Tage sind es ja noch bis zum Frühlingsbeginn. Trotzdem: für die meisten ist der Winter schon jetzt Geschichte.

Morgengedanken 18.3.2019 zum Nachhören (bis 17.3.2020):

Die Winter-Saison mit ihren Schirennen ist gestern zu Ende gegangen. Die Eislaufsaison ist auch vorbei. Aber am Handy trage ich noch ein Kurzvideo mit aus dem Winter.

Monika Slouk
ist Moderatorin, Kommunikationstrainerin und Pressesprecherin der Ordensgemeinschaft der Steyler Missionare

Hinfallen und Aufstehen

Die Vierjährige am Eislaufplatz. Sie hat noch keine Routine beim Eislaufen und wackelt bei jedem Schritt. Sie trippelt dahin, als wären es Ballettschuhe. Im nächsten Augenblick sind ihre Füße wieder schneller als der Rest des Körpers und sie kracht auf den Popo. Sie lacht, dreht sich vom Rücken auf den Bauch, und steht schon wieder. Die nächsten vorsichtigen, aber genussvollen Schritte am Eis. Eins, zwei, drei – ups, der nächste Sturz. Und wieder ein Lacher. Und wieder blitzschnell zurück auf die Beine.

Während ich ihr so zuschaue, staune ich über dieses Schauspiel. Weder beklagt sie sich übers Hinfallen, noch übers Aufstehen. Noch über die Mühsal des Eislaufenlernens. Mit der größten Selbstverständlichkeit gehört dieser Ablauf dazu. Er ist nicht mühelos, aber er ist lustvoll. Ausprobieren, umfallen, umdrehen, aufstehen. Wieder ausprobieren, und so weiter. Das ist die Botschaft der Fastenzeit. Kehr um. Ohne Aufregung. Immer wieder. Es geht. Und du lernst dazu, wie alt auch immer du bist.