Frau und Mann

Wer wünscht sich nicht, dass seine Würde geachtet wird und er oder sie respektvoll behandelt wird? Die Gleichberechtigung ist heute Thema in den Morgengedanken.

Morgengedanken 9.4.2019 zum Nachhören (bis 8.4.2020):

Am 8. März war Internationaler Frauentag. Viel ist über Frauenanliegen berichtet und diskutiert worden. Schon Tage vorher waren die Medien erfüllt von diesem Thema und voller einschlägiger Meldungen und Artikel. Und jetzt, wenige Wochen danach: Wir sind zur Tagesordnung zurückgekehrt.

Stefan W. Koller CanReg
ist Pfarrer in Korneuburg

Einander ebenbürtig

Da kommt mir wieder das erste Buch der Bibel in den Sinn, die Genesis. Der Verfasser der ersten Schöpfungserzählung schildert seine Sichtweise von der Entstehung des Menschen. „Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.“ Der Text ist rund 2600 Jahre alt. Der Autor stellt lapidar fest: Gott schafft Mann und Frau. Beide haben Anteil an der Göttlichkeit des Schöpfers.

Mann und Frau haben die gleiche Würde. Sie sind einander ebenbürtig. In der Sprache der Gegenwart heißt das: Mann und Frau sind völlig gleichberechtigt. Um wieviel ist dieser Mensch unserer heutigen Zeit voraus!