Von Matzes und Osterlamm

Themen: Speisen zu Pessach und Ostern; Die Azteken und ihr Glaube an ein Leben nach dem Tod; Kardinal Christoph Schönborn über Hoffnung; Bibelessay von Sr. Beatrix Mayerhofer

Von Matzes und Osterlamm – Speisen zu Pessach und Ostern

Die Eine oder der Andere wird wohl zu Ostern mit Kindern oder Enkelkindern nach Eiern und kleinen Geschenken suchen, das gehört für viele zu diesem höchsten Fest des Christentums dazu. Und beim Feiern wird so gut wie immer auch gegessen, eben auch bei religiösen Festen. Dieses Jahr beginnt das jüdische Pessachfest am Freitagabend, 19. April, für Christ/innen ist das der Karfreitag. Beim sogenannten Sederabend werden spezielle, stark symbolisch aufgeladene Speisen gegessen.

Lebenskunst
Sonntag, 21.4.2019, 7.05 Uhr, Ö1

Nicht nur in zeitlicher Nähe wird in der Westkirche das christliche Osterfest gefeiert. Ostern ist zwar nicht so stark von religiösen Speisevorschriften im engeren Sinn geprägt, aber ein reges Brauchtum und einige Symbole haben sich doch erhalten - wie zum Beispiel das Agnus Dei, das Lamm Gottes, das symbolisch für Jesus Christus steht – und nicht zuletzt auf das Pessach-Lamm zurückgeht. Nina Goldmann über Speisen, die zu Pessach und Ostern gegessen werden und dabei auch etwas von einer größeren Hoffnung vermitteln.

Auf den Spuren einer Hochkultur – Die Azteken und ihr Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod

Vor 500 Jahren, am Gründonnerstag des Jahres 1519, ging im heutigen Mexiko der spanische Eroberer Hernán Cortés an Land. Zu dieser Zeit beherrschten die sogenannten Azteken das Tal von Mexiko. Sie hatten eine Hochkultur geschaffen und waren ausgezeichnete Mathematiker, die auch astronomische Phänomene präzise berechnen und vorhersagen konnten.

Buchhinweise:

Hans Goller, „Wohnt Gott im Gehirn? Warum die Neurowissenschaften die Religion nicht erklären“, Butzon & Bercker

Hans Goller, „Das Rätsel Seele. Was sagt uns die Wissenschaft?“, Butzon & Berkcer

Die Azteken - oder Meschika, wie sie sich selbst nannten - glaubten an eine Fülle von Gottheiten, die in unterschiedlichen Erscheinungsarten und unter verschiedenen Namen präsent waren und das Schicksal der Menschen beeinflussten – und sie glaubten auch an ein Weiterleben nach dem Tod. Doch viel von der Kultur der Azteken wurde durch die spanischen Eroberer zerstört. Maria Harmer war in Mexiko und hat versucht, u.a. mehr über ihre Jenseitsvorstellungen in Erfahrung zu bringen.

Azteken Mexiko

ORF/Maria Harmer

Nachbildung: Wand von Tlalocan im Anthropologischen Museum in Mexico City

Der Kardinal und die Hoffnung – Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch

„Hoffnung“ spielt im Leben des Wiener Erzbischofs Kardinal Christoph Schönborn zur Zeit gleich zweimal ein große Rolle: Erstens hofft er, der dem Land Frankreich tief verbunden ist und auch schon in der Kathedrale von Notre Dame gepredigt hat – auf eine baldige „Auferstehung“ dieser kürzlich so schwer beschädigten Kirche und zweitens hofft er, der vor einiger Zeit seine ernste Erkrankung öffentlich gemacht hat, auf eine gute und vollständige Genesung. Persönlich gibt er sich zwar nicht sonderlich beunruhigt – aber: Kardinal Christoph Schönborn ist an Krebs (im Frühstadium) erkrankt und muss sich im Mai einer Operation unterziehen. Wie geht ein „Mann des Glaubens“ mit einer solchen Diagnose um? Durchlebt auch ein Geistlicher einmal „dunkle Stunden“? In einem „Osterinterview“ für LEBENSKUNST gibt der Erzbischof von Wien Auskunft über seine persönlichen Quellen der Kraft und der Zuversicht. - Gestaltung: Markus Veinfurter

Bibelessay zu Johannes 20, 1 - 18: Zeugin der Auferstehung

Das Evangelium hat – im Idealfall – etwas zeitlos Gültiges und etwas zeitbezogen Aktuelles. Auf das Evangelium, das 2019 am Ostersonntag in den katholischen Kirchen gelesen wird, trifft das in jedem Fall zu. Da ist die bleibende Botschaft von der Auferstehung, ebenso die Botschaft von der besonderen Wertschätzung einer Frau. Von dem Stellenwert der Frauen war heuer in der römisch-katholischen Kirche ja schon mehrfach die Rede. So hat etwa Kardinal Christoph Schönborn in Zusammenhang mit dem Missbrauch von Ordensfrauen durch Geistliche ein Umdenken in der Frauenfrage gefordert. Und am heurigen Palmsonntag hat er sich in der ORF-Pressestunde für den Diakonat von Frauen ausgesprochen. Vor diesem Hintergrund hat Sr. Beatrix Mayrhofer vom Orden der sog. „Schulschwestern“ den Bibelessay zum heutigen Osterevangelium gestaltet. Die Theologin, die auch Psychologie/Philosophie/Pädagogik studiert hat, ist Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs.

Bibelessay zu Johannes 20, 1 – 18

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 21.4.2019 zum Nachhören (bis 20.4.2020):