Sinn für das Seelische

Themen: Interview mit Bischof Benno Elbs; Evangelisches Musikprojekt im Krankenhaus; Eindrücke von einem Vesakh-Fest; Bibelessay von Michael Chalupka

Sinn für das Seelische – Ein Interview mit Bischof Benno Elbs

Er ist Psychotherapeut und römisch-katholischer Bischof: Benno Elbs leitet nun seit sechs Jahren die Diözese Feldkirch, ganz im Westen Österreichs. Als Nachfolger von Elmar Fischer wurde er 2013 zum Bischof geweiht. Elbs ist beliebt in seiner kleinen Diözese, die im vergangenen Jahr großes 50-Jahr-Jubiläum gefeiert hat. Kerstin Tretina hat den 58-jährigen Benno Elbs in seinem Bischofshaus, wo er übrigens immer noch als Psychotherapeut praktiziert, getroffen.

Therapie ohne Nebenwirkungen – Ein evangelisches Musikprojekt im Krankenhaus

Als Therapie ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen könnte man ein Musikprojekt bezeichnen, das in verschiedenen Wiener Spitälern die Patient/innen erfreut. Auf Initiative der evangelischen Krankenhausseelsorge spielt eine Konzertpianistin bei freiem Eintritt und ohne jeglichen Dresscode für alle, die sich eine wohlklingende Ablenkung von Schmerzen und Sorgen gönnen wollen. Das Angebot stößt auf offene Ohren, wovon sich Brigitte Krautgartner im Wilhelminenspital überzeugen konnte.

Feiern zum Wohle aller – Eindrücke von einem Vesakh-Fest

Vesakh, das in den vergangenen Tagen in verschiedenen buddhistischen Gemeinden gefeiert worden ist, ist dem Gedenken an Geburt, Erleuchtung und Tod des Buddha Shakyamuni gewidmet – und damit auch seinem Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburten. Doch das Fest „kann“ noch mehr: „Vesakh ist nicht nur ein Tag der Freude und des Andenkens an die wichtigsten Lebensstationen des historischen Buddha, sondern auch Grund, einen kritischen Blick auf die Entwicklungen um uns herum zu werfen“, meint Gerhard Weissgrab, der Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft.

Lebenskunst
Sonntag, 2.6.2019, 7.05 Uhr, Ö1

Und es ist der offizielle Feiertag, den alle in Österreich vertretenen buddhistischen Traditionen gemeinsam feiern. In Wien fand das wie immer bei der an der Donau gelegenen Friedenspagode statt – heuer am 26. Mai. Unter den Teilnehmenden waren nicht nur chantende buddhistische Nonnen und Mönche, sondern auch hochrangige Vertreter anderer Religionen, wie Lena Göbl berichtet.

Welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist - Bibelessay zum Brief an die Epheser 3, 14 - 21

Dass Paulus von Tarsus tatsächlich der Autor jenes Briefes an die urchristliche Gemeinde in Ephesus war, der in den Kanon der sogenannten Paulusbriefe im Neuen Testament der Bibel aufgenommen wurde, ist sehr fraglich. Wie auch bei anderen biblischen Briefen hat hier ein unbekannter Autor um das Jahr 80 nach Christus seinen Zeilen dadurch größeres Gewicht verleihen wollen, indem er sich als Paulus ausgab. Jedenfalls ist ein Abschnitt aus dem dritten Kapitel als Predigttext für die evangelischen Gottesdienste am Sonntag vor dem Pfingstfest vorgesehen – und erzählt von einer Kraft, die in Menschen wirken mag. Gedanken dazu von Michael Chalupka, dem künftigen Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich.

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 2.6.2019 zum Nachhören (bis 1.6.2020):

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