Mondsüchtig - Die Bedeutung des Mondes in den Religionen

Am Beginn der Zivilisationen war der Mensch den Jahreszeiten, dem Wetter und seinen Extremen ausgeliefert. Der Zusammenhang der Kräfte des Himmels mit dem Wohlergehen des Menschen war eng – und so kamen Sonne und Mond, den beiden Himmelskörpern, die am prominentesten zu sehen sind, bei der Entstehung der ersten Religionen eine wichtige Bedeutung zu.

Während die Sonne in Japan, China oder Mittel- und Südamerika oft als Lebensspenderin galt, stand der Mond mit seiner sich ständig ändernden Gestalt für das Mythisch-Geheimnisvolle. Oft wurden sie als Bruder und Schwester gesehen – wobei die Geschlechtszuschreibung der beiden Himmelskörper bzw. der ihnen zugeordneten Götter/Göttinnen variiert.

Tao
Samstag, 20.7.2019, 19.05 Uhr, Ö1

Von Frau Luna bis zur Mondin

Bis heute bedeutend ist der Einfluss der beiden Gestirne zur Berechnung des Jahreszyklus in Form eines Kalenders: Im Buddhismus gibt es Mondmonate ebenso wie im Judentum und im Islam, während sich das christliche Jahr - oft, aber nicht ausschließlich - an der Sonne orientiert. Doch auch im Christentum gilt: Viele Feste sind im Jahresablauf „mobil“ Und weil es im muslimischen Kalender keine Schalttage gibt, „wandert“ der muslimische Fastenmonat Ramadan im Laufe der Zeit gar durch das ganze Jahr.

TAO unternimmt anlässlich des Ö1-Schwerpunktes zur Mondlandung vor 50 Jahren eine Reise durch die Religionen der Welt auf den Spuren des Mondes und seiner Bedeutung von den alten Religionen bis heute, von Frau Luna über die Mondsichelmadonna bis zur Mondin in neureligiösen Bewegungen.

Gestaltung: Sabine Nikolay