Worum wir bitten

Speziell wer Kinder – oder Enkel – hat, kennt das: Es gibt zahllose Wünsche. Spielzeug, Kleidung, ein neues Handy und so weiter. Konsumieren gehört wie selbstverständlich dazu.

Morgengedanken 11.6.2019 zum Nachhören (bis 10.6.2020):

Ich kann sagen, uns geht es gut. Es geht uns besser als vielen Generationen vor uns. Es geht uns so gut, dass wir im Supermarkt nicht nach dem Preis fragen müssen, wenn wir den Einkaufswagen vollpacken und uns auch Freizeitdienste ohne Wenn und Aber leisten können. Unsere Kinder erleben das auch so. Mama, kann ich ... Mama, darf ich ... Selbstverständlich .... Es ist doch schön, dass es uns so gut geht.

Mag. Elvira Mihalits-Hanbauer
ist Wirtschaftspädagogin an der Handelsakademie in Mattersburg und im Pfarrgemeinderat der Pfarre St. Sebastian Rohrbach im Burgenland tätig.

Es muss von Herzen kommen

Wir müssen uns nur selten etwas erbitten und auf besondere Kleinigkeiten müssen wir auch nicht bis zum Geburtstag oder bis Weihnachten warten. Nein, wir können uns heute vieles gleich und sofort leisten. Ja, schließlich arbeiten wir ja auch dafür. Warum sollten wir noch um etwas bitten müssen? Obwohl von klein auf gelehrt und vorgezeigt, hat das Bitte-Sagen nicht mehr den gleichen Stellenwert wie früher. Und doch kann das Zauberwort Bitte Türen und Herzen öffnen.

Nicht schnell dahingesagt, um die Pflicht zu erfüllen, nein, das Bitte muss von Herzen kommen, damit es seine Wirkung nicht verfehlt. Wer bittet, wird empfangen, seien wir uns dessen sicher. Gott hört unsere Bitten gerne und die Menschen, die uns anvertraut sind, auch.