Klimaschutz und Glaube

Im Sommer gehen alle gern ins Freie. Doch Blumen und Bäume, Seen zum Schwimmen und zwischendurch das richtige Ausmaß an Regen, damit keine Dürre entsteht - all das ist nicht selbstverständlich.

Morgengedanken 20.6.2019 zum Nachhören (bis 19.6.2020):

Was haben Klimaschutz und Klimagerechtigkeit mit dem christlichen Glauben zu tun? Schon vor 20 Jahren haben sich die europäischen Kirchen in der so genannten „Charta Oecumenica“ diesem Thema gestellt. Sie zeigen sich dankbar für die Schöpfung als Geschenk Gottes, aber beklagen auch ihre Ausbeutung ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Generationen. Die Kirchen verpflichten sich, sich für nachhaltige Lebensbedingungen für alle einzusetzen.

Roland Werneck
ist evangelisch-lutherischer Pfarrer in Wels in Oberösterreich

Globales Denken und lokales Handeln

Ein Lied, das in den evangelischen Gemeinden besonders gerne gesungen wird, bringt die Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung so zur Sprache: Gott gab uns Atem, damit wir leben, er gab uns Augen, dass wir uns sehn. Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

Wir hatten vor kurzem in unserer Pfarrgemeinde einen Vertreter des Klimabündnis Österreich zu Gast. Er hat uns daran erinnert, wie wichtig der sorgsame Umgang mit alltäglichen Verbrauchsmaterialien wie Papier, Kerzen und Reinigungsmitteln auch in den Kirchengemeinden ist. Das globale Denken und das lokale Handeln vor Ort gehören immer zusammen! Daran erinnert die 3. Strophe des genannten Liedes: Gott gab uns Hände, damit wir handeln, er gab uns Füße, dass wir fest stehn. Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehen.