Kabbala und Liebe

Themen: Jüdische Mystik; Kirchenoper „Maria Magdalena“; Die Ordensregel des Benedikt für die moderne Arbeitswelt; Bibelessay von Johannes Wittich

Kabbala und Liebe – Jüdische Mystik als Leitlinie durch den Beziehungsdschungel

Stars wie Ashton Kutcher, Madonna oder Britney Spears begeistern sich seit Jahren für die jüdisch-mystische Tradition der Kabbala, übersetzt: das Überlieferte. New Age und Esoterik haben auch vor dem Judentum nicht Halt gemacht, die mystische Lehre aufgegriffen und sozusagen für ein breiteres Publikum adaptiert.

Lebenskunst
Sonntag, 7.7.2019, 7.05 Uhr, Ö1

Mit Zahlenmystik wird die Kabbala verbunden, in Mitteleuropa vielleicht auch mit dem Namen des legendären Prager Geistlichen Rabbi Löw, der im Prag des 16. und frühen 17. Jahrhunderts gelebt hat – und dem die Erschaffung des sagenumwobenen Golem zugeschrieben wird. Ein menschenähnliches Wesen von herausragender Größe und Kraft – zum Leben erweckt mit den Mitteln der Kabbala…

Mit einem anderen Zugang zur jüdischen Mystik beschäftigt sich Gheula Canarutto Nemni. Die Wirtschaftswissenschaftlerin, Autorin und Bloggerin hat speziell den Zusammenhang zwischen Kabbala und Liebesleben zu ihrem Thema gemacht. – Gestaltung: Brigitte Krautgartner

„Maria Magdalena“ – Uraufführung einer Kirchenoper von Wolfram Wagner

Von 4. Juli bis 21. Juli 2019 ist die Weinstadt Retz erneut Schauplatz des Festivals der „Offenen Grenzen“. In diesem Sommer im Zentrum des dreiwöchigen Veranstaltungsreigens: die Uraufführung einer Kirchenoper des österreichischen Komponisten Wolfram Wagner.

Hinweis:
Maria Magdalena, Stadtpfarrkirche St. Stephan, Kirchenstraße 1, 2070 Retz, 7./12./14:/21. Juli 2019, 20.00 Uhr

Im Mittelpunkt der Handlung steht eine der herausragenden Figuren der neutestamentlichen Überlieferung, Begleiterin Jesu und Zeugin der Auferstehung: Maria Magdalena – hochangesehen und verehrt in apokryphen Schriften des frühen Christentums, missdeutet und verleumdet in 2000 Jahren patriarchal dominierter Kirchengeschichte. Zuletzt rehabilitiert von Papst Franziskus und als Apostelin der Apostel ausgezeichnet, ihr Festtag ist übrigens der 22. Juli.

Wolfram Wagner und seine Librettistin Monika Steiner folgen jenseits aller Spekulationen der Spur der kanonischen Evangelien und machen sichtbar, dass die zentralen Momente der christlichen Heilslehre untrennbar mit der Figur Maria Magdalenas verbunden sind. Wer stand unter dem Kreuz in der Stunde seines Todes? Wer nahm es auf sich, den geschundenen Leichnam zu waschen? Wer entdeckte das leere Grab? Maria Magdalena! – Gestaltung: Martin Gross

Management und Demut – Die Ordensregel des Benedikt für die moderne Arbeitswelt

„Ora et labora“ - „bete und arbeite“, das ist die wohl kürzeste und auch verkürzte Zusammenfassung der sogenannten „regula benedicti“, der Benediktregel. Der Heilige Benedikt von Nursia, dessen Gedenktag viele westliche Kirchen am 13. Juli begehen, verfasste im Jahr 540 ein Klosterregularium für das von ihm gegründete Kloster Monte Cassino. Seither ist dieses fast 1.500 Jahre alte Regelwerk nicht nur Grundlage des Ordens der Benediktiner und anderer Ordensgemeinschaften, sondern es kann auch auf andere Organisationen wie zum Beispiel Firmen sinnvoll umgelegt werden.

Buchhinweis:
Anselm Bilgri, „Finde das rechte Maß. Benediktinische Ordensregeln für Arbeit und Leben heute“, Verlag Piper

Anselm Bilgri war Benediktinermönch, Cellerar (also für die wirtschaftlichen Belange Zuständiger) der Abteien St. Bonifaz in München und in Andechs, wo er auch Prior war. 2004 ist er aus dem Orden ausgetreten und arbeitet bis heute als Vortragender und Coach als - wie er es nennt - „Vermittler zwischen Kirche und Welt“. Auf Einladung des „Vereins Forum Christlicher Führungskräfte“ war Anselm Bilgri im österreichischen Stift Göttweig. Maria Harmer hat mit ihm über die Aktualität der Benediktregel gesprochen.

„Im Nachhinein ist man immer gscheiter!“ – Bibelessay zu 1 Timotheus 1,12-17

Der Predigttext entsprechend der evangelisch-lutherischen Leseordnung ist heuer am ersten Sonntag im Juli einer Passage aus dem ersten Timotheus-Brief gewidmet. Der Text wurde um das Ende des ersten Jahrhunderts verfasst und behandelt Fragen des Zusammenlebens der jungen christlichen Gemeinschaft. Einen Essay dazu hat für LEBENSKUNST der evangelisch-reformierte Oberkirchenrat Johannes Wittich verfasst.

Bibelessay zu 1 Timotheus 1,12-17

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 7.7.2019 zum Nachhören (bis 6.7.2020):

Link:

Forum christlicher Führungskräfte