Heimkommen mit Dankbarkeit

Dass Österreicherinnen und Österreicher hilfsbereit sind und großzügig - davon hört man oft. Spendenweltmeister - so wird es manchmal formuliert.

Morgengedanken 19.8.2019 zum Nachhören (bis 18.8.2020):

Nicht nur einmal habe ich es bei meinen Besuchen in Burkina Faso und Mali, bitterarme Länder südlich der Sahara, gehört: „Warum helfen uns die Menschen in Ihrem Land, obwohl sie uns nicht kennen? Bitte sagen Sie ihnen unseren Dank. Unsere Familien haben jetzt sauberes Wasser und genug zu essen. Unsere Jungen bleiben im Dorf. Wir haben keine Angst mehr, allein gelassen zu werden.“

Georg Schärmer
ist Direktor der Caritas der Diözese Innsbruck

„DurstStiller“

Diesen Dank möchte ich im Namen der Caritas und anderer Hilfsorganisationen von Herzen weitergeben. Ich erkläre den Menschen im trockenen und heißen Sahel, südlich der Sahara, dass doch einige Menschen aus ihrem Glauben heraus helfen. Andere, weil sie einen Beitrag für eine bessere und gerechtere Welt leisten möchten; andere wiederum, weil sie zutiefst dankbar sind, dass es ihnen so gut geht und sie etwas weiterschenken wollen. Viele Menschen, viele Motive. In Summe möchte ich sagen: Oh, du hilfreiches Österreich.

Der Grundwasserspiegel der Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft ist hoch in unserem Land. So hoch, dass er zum „DurstStiller“ und Nahrung für Menschen in Afrika wird. Immer wieder fragen mich Menschen, woher ich meine Kraft und Leidenschaft, meinen unerschütterlichen Glauben an das Gute beziehe? Dann erzähle ich ihnen solche Geschichten. Und Sie, liebe Hörerinnen und liebe Hörer bitte ich: Verbreiten Sie gute Geschichten, entsorgen Sie die Gerüchteküche und füttern Sie Ihren Seelenhaushalt mit hoffnungsvollen Geschichten. Die Menschen brauchen „good news“.