Der ermutigte Mensch

Themen: Der ermutigte Mensch, „Große Gestalten der Bibel – menschlich gesehen“, Teil 8: Simeon und Hanna – die Prophetin hat etwas zu sagen, Das Haus Davids nie verlassen – der Jude Jesus und ein Bibelessay zu Numeri 6,22–27.

Der ermutigte Mensch - Arnold Mettnitzer über die Heilkraft menschlicher Beziehungen

Ermutigung ist wahrscheinlich etwas, das zu Beginn eines neuen Jahres besonders zählt. Zu finden sei sie in Zugehörigkeit und Bestätigung, meint Arnold Mettnitzer. Der Mensch als „Resonanzwesen par excellence“ könnte auf sich allein gestellt nicht leben.

Buchhinweis

Arnold Mettnitzer, „Der ermutigte Mensch – Durch Resonanz meinen Platz im Leben finden“, Verlag Styria

„Wir Menschen sind Beziehungswesen und unser aller Leben kann nur gemeinsam gelingen", unterstreicht Arnold Mettnitzer. Der gebürtige Kärntner studierte Theologie, war lange Jahre als Priester und Seelsorger tätig, verließ den Kirchendienst und ließ sich vor allem bei Erwin Ringel zum Psychotherapeuten ausbilden. Rechtzeitig vor dem Neuen Jahr ist „Der ermutigte Mensch. Durch Resonanz meinen Platz im Leben finden“ erschienen. Darin möchte der Psychotherapeut und katholische Theologe Menschen dazu ermutigen, auf ihre Seele zu hören und ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen. Maria Harmer hat mit Arnold Mettnitzer gesprochen.

„Große Gestalten der Bibel – menschlich gesehen“, Teil 8: Simeon und Hanna – die Prophetin hat etwas zu sagen

Sie zählen zu den weniger bekannten Figuren der biblischen Weihnachtserzählungen: Simeon und Hanna, er ein jüdischer Prophet, sie eine jüdische Prophetin, die einzig genannte im ganzen Neuen Testament der Bibel. Beide hochbetagt, stehen sie im Mittelpunkt einer Szene im Jerusalemer Tempel, wo sie des vor einer Woche geborenen Jesus ansichtig werden, der zum Fest der Beschneidung gebracht wird.

Sendungshinweis

Lebenskunst, 1.1.2020, 7.55 Uhr, Ö1

Propheten – und Prophetinnen – sind Menschen, die mehr sehen als andere und die etwas zu sagen haben. Da steht auch Hanna nicht zurück. Der katholische Theologe und Autor Josef Bruckmoser wendet sich in Teil 8 seiner Radioessay-Reihe einmal mehr den Frauen und ihrer Bedeutung in den weihnachtlichen Erzählungen zu.

Simeon und Hanna – die Prophetin hat etwas zu sagen

Das Haus Davids nie verlassen – der Jude Jesus

Während in der römisch-katholischen Kirche der 1. Jänner als „Hochfest der Gottesmutter Maria“ gilt, wird in vielen christlichen Kirchen am achten Tag nach Weihnachten, das Fest der „Beschneidung des Herrn“ begangen; in der katholischen Kirche nicht mehr seit dem Jahr 1969. Das Fest geht zurück auf die jüdische Praxis, männlichen Säuglingen am achten Lebenstag die Vorhaut zu entfernen. Die Brit Mila, der Bund der Beschneidung, gilt im Judentum als identitätsstiftend, basiert der Brauch doch auf einer Vorgabe aus dem biblischen Buch Genesis.

Mittlerweile mehren sich Stimmen in der katholischen Kirche, das Fest „Beschneidung des Herrn“ wieder einzuführen, macht es doch deutlich, dass Jesus Jude war, - er hat die traditionellen jüdischen Riten er- und gelebt, alles, was er über Glauben, Frömmigkeit und religiöse Praxis gelernt hat, kam aus dem Judentum. So ist beispielsweise auch das Vater Unser, jenes Gebet, das laut biblischer Überlieferung auf ihn zurück geht, eine Komposition aus Elementen jüdischer Gebete. Jesus hat das Haus Davids nie verlassen, meint Norbert Reck.

Buchhinweis

Norbert Reck, „Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums.
Zum Riss zwischen Dogma und Bibel. Ein Lösungsvorschlag“, Verlag Grünewald

Der katholische Theologe und Autor hat kürzlich ein Buch mit dem Titel „Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums“ vorgelegt. Brigitte Krautgartner hat ihn in Wien getroffen und zum Gespräch gebeten.

„Der Herr segne und behüte Dich …“ – Bibelessay zu Numeri 6,22–27

Für den ersten Tag des Jahres ist in der Liturgie der römisch-katholischen Messfeiern nicht von ungefähr einer der bekanntesten und beliebtesten Segenssprüche in Judentum und Christentum vorgesehen. Er findet sich im vierten Buch der jüdischen Tora, was dem vierten Buch des Alten oder Ersten Testamentes der Bibel entspricht, dem Buch Numeri. Der Wiener Dompfarrer Anton Faber, unter anderem ein geprüfter Schilehrer, vergleicht das neue Jahr mit einer unberührten Piste, in der man mit Gottes Segen umso leichter seine Schwünge ziehen kann.

Bibelessay zu Numeri 6,22–27

Moderation: Martin Gross

Lebenskunst 1.1.2020 zum Nachhören (bis 31.12.2020):