Hanna

Wunder gescheh’n... Das ist nicht nur der Titel eines Schlagers, das ist auch eine Erfahrung. Immer wieder ist zum Beispiel in der Bibel davon die Rede. Sie treten nicht immer ein – aber darauf zu hoffen, dafür plädiert Dietmar Stipsits.

Morgengedanken 11.2.2020 zum Nachhören (bis 10.2.2021):

Hanna wird uns im 1. Samuelbuch vorgestellt als Frau, die keine Kinder bekommen kann. Im Tempel in Schilo legt sie ein Gelübde ab: Wenn sie einen männlichen Nachkommen bekommt, will sie diesen Jungen Gott überlassen. Nachdem sie nach Hause zurückgekehrt ist, wird Hanna tatsächlich schwanger und gebiert ihren Sohn Samuel. Nach der Zeit der Entwöhnung bringt sie dann, wie sie es versprochen hat, Samuel in den Tempel, wo er seinen Dienst verrichtet.

Dietmar Stipsits
ist Pfarrer im Seelsorgeraum Bad Tatzmannsdorf, Bernstein und Mariasdorf

Die Geschichte von Hanna ist auch heute aktuell. Gar nicht so wenige Paare sehnen sich nach einem Kind, wollen eine Familie gründen. Jahr um Jahr vergeht, aber die Frau wird nicht schwanger. „Warum klappt es denn nicht? Es ist doch das Normalste der Welt, Kinder zu bekommen. Warum geht unser Kinderwunsch nicht in Erfüllung?“, fragen sich dann viele.

Hanna bedeutet übersetzt: „Gott hat sich erbarmt“. Mit Hanna können auch hier und heute Paare, die sich verzweifelt ein Kind wünschen, zu Gott beten und darauf hoffen, dass sich Gott tatsächlich erbarmt, dass Gott ihre Finsternis der Kinderlosigkeit hell macht und ihnen ein Kind schenkt.